LBA NOTRUF

112 ist „nur“ die Polizei, nicht die Rettung oder Feuerwehr!

Da die Polizei und auch selbsternannte Notrufexperten aus unerfindlichen Gründen und unverständlicher Weise ungebrochen immer wieder massiv den Notruf 112 bewerben, hier unsere Position dazu:

 

Krone wg 112Leider wird in Österreich der Euro-Notruf 112 nicht wie vorgesehen und in anderen europäischen Ländern üblich, von einer qualifizierten Rettungs- und/oder Feuerwehrleitstelle entgegengenommen, sondern von der nächsten Bezirkspolizeidienststelle oder „im besten Fall“ einer Landespolizeizentrale.

Dort gibt es aber weder ein international standardisiertes medizinischen Abfragesystem, noch ist ein mit unseren Systemen vergleichbares zeitgemäßes Einsatzleitsystem in Betrieb. Es ist auch kein akkreditiertes oder zertifiziertes Leitstellenpersonal im Dienst und es existiert keinerlei technische Anbindung an unsere modernen Systeme.

Faktisch tritt bei einem Anruf auf 112 das „Stille-Post-Prinzip“ in Aktion. Der Polizeibeamte notiert die im wichtig erscheinenden Angaben des Anrufers und meldet uns diese dann mit Zeit- und eventuell sogar Informationsverlust weiter. Es gibt auf 112 auch keine standardisierten telefonischen Hinweise für den Anrufer was genau bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu tun ist und natürlich auch keinerlei international festgelegten und lebensrettenden Anleitungen zur Reanimation oder dergleichen.

Link: Beispielhafter Bericht des Kurier

Link: Pressebericht: Polizist schlief nach Notruf ein

Darum: Bei medizinischen Notfällen und Unfällen mit Verletzen immer direkt den Notruf 144 wählen. Das rettet Leben …

Die richtige und sofortige Hilfe bei einem Notfall ist nämlich bereits am Notruf entscheidend. Wenn jemand einen Notruf wählt, will er nicht etwas melden, sondern braucht dringend Hilfe – für sich, seine Angehörigen, sein Kind oder seinen Elternteil – die Mehrzahl aller medizinischen Notrufe!

Diese Unterstützung muss bereits sofort beim Abheben in der Notrufleitstelle beginnen – egal um welchen Notfall es sich handelt. Daher müssen die Mitarbeiter speziell dafür trainiert werden, im nicht-visuellen Umfeld die richtigen Informationen für die sofortige Alarmierung der passenden Einsatzkräfte zu erheben und gleichzeitig Hilfestellung in Erster Hilfe, der Sicherheit am Notfallort und administrativer Art zu geben. Bei lebensbedrohlichen Notfällen weiß man mittlerweile seit Jahren, dass telefonische Anleitungen zu Sofortmaßnahmen das Überleben sichern können, dies wurde auch wissenschaftlich oftmals festgestellt und wird täglich in der Praxis bewiesen.

Euronotruf-112-Martin-Schulz112 ist in Österreich leider nichts anderes, als eine zweite Rufnummer der Polizei – kein übergreifender Notruf und schon gar keine zukunftsweisende Notrufplattform.

Daher in Österreich:

  • 122 für die Feuerwehr,
  • 133 (oder 112) für die Polizei
  • 144 für die Rettung

Wir funktioniert die Notrufbearbeitung beim Rettungsnotruf 144?

Sie werden am Notruf 144 umgehend mit einem Spezialisten verbunden, der sich Ihrem Problem kompetent annimmt. Noch während Sie mit uns telefonieren laufen unbemerkt viele Dinge im Hintergrund gleichzeitig ab, um Ihnen rasche und vor allem effiziente Hilfe zu schicken.

Während Sie noch mit NOTRUF NÖ telefonieren und einige Fragen beantworten, errechnet das Leitsystem alle für diesen Notfall in Frage kommenden Rettungsmittel. Bei zeitkritischen Notfällen wird – sobald Einsatzort und die Art des Notfalls bekannt sind – von einem zweiten Leitstellenmitarbeiter noch während Sie mit uns telefonieren die entsprechenden Rettungsmittel alarmiert und zu Ihnen geschickt.

WICHTIG:

  • Beantworten Sie alle Fragen die Ihnen unser Notrufspezialist stellt
  • Sie blockieren nicht die Entsendung von Hilfe, wenn Sie mit der Rettungsleitstelle telefonieren!
  • Wir werden Ihnen am Telefon hinweise geben, was Sie bis zum Eintreffen der Hilfe konkret tun können

 Welche Notrufnummern gelten ausserhalb Österreichs?