Alarmierung Dienstbetrieb Funk - TETRA

Störungen im Leitstellenbetrieb

Es liegt in der Natur der Sache, dass Technik auch ausfallen oder fehlerhaft laufen kann. Daher gibt es bei uns zahlreiche Backupsysteme und Notbetriebsverfahren, die in so einem Fall zur Anwendung kommen.

Welche Einschränkungen kann es da geben?

Wir unterscheiden da unterschiedlichste Störungen, wobei die meisten extern ausserhalb unseres Bereiches liegen. Es gibt welche, die keine Auswirkungen haben, da es mehrere redundante Systeme gibt und welche, die zu Einschränkungen führen. Das kann von weniger verfügbaren Notrufleitungen bis zu Änderungen in der Funkabwicklung gehen. Aber auch für das Vorgehen bei einem Komplettausfall aller Systeme gibt es festgelegte Verfahren und Vorgehensweisen, eben Notbetriebsverfahren, damit weiterhin Notrufe entgegengenommen und Einsatzmittel alarmiert werden können.

Wo kann ich sehen ob und welche Störungen es aktuell gibt?

Rechts oben auf unseren Online-Webservices läuft ein grüner Twitter-Ticker, der über aktuelle Einschränkungen informiert. Auch in der Fußzeile unserer Homepage finden sich dazu aktuelle Informationen.

Warum kann es sein, dass man TETRA-Statusmeldungen auf einmal „offen sprechen“ muss?

Bei einer Störung der sogenannten Statusanbindung können die Funk-Statusmeldungen nicht mehr zu uns ins System übertragen werden oder dort nicht entsprechend verarbeitet werden. Damit aber der Disponent weiterhin weiß, was die Fahrzeuge aktuell tun, werden die Statusmeldungen einfach kurz gesprochen. Im Prinzip das gleiche Prozedere wie vor Erfindung von Statusmeldungen.

Warum sollen Dienststellen und Teams die Leitstelle während einer Störung nur im Notfall kontaktieren?

Da die Notbetriebsverfahren sowieso schon aufwändiger und zeitintensiver sind, hilft es uns, wenn wir nicht zeitkritische Anfragen einfach danach abwickeln können. Auskünfte und Absprachen sind nach der Fehlerbehebung genau so gut möglich.

Was ist zu tun wenn die Webansichten und Webservices nicht gehen?

Keinesfalls in der Leitstelle anrufen, sondern auf die Wiederinbetriebnahme warten. Die Leitstellenmitarbeiter haben zu dieser Zeit ohnehin mehr zu tun … Danke

Sollen die Dienststellen bei einer Störung „nachbesetzen“ ?

Nein, Einschränkungen im Leitstellenbetrieb betreffen in erster Linie die Leitstelle und nicht die Dienststellen oder die Bevölkerung. Es ist daher auch nicht nötig, „ein Telefon zu besetzen“ oder dergleichen. Wichtig ist, dass die Teams weiterhin über Pager alarmierbar und erreichbar sind.

Warum ist gerade bei technischen Problemen die Pageralarmierung so wichtig?

Wir setzen auf eine redundante Alarmierung mittels Pagerruf und ESAPP.  Redundante Fahrzeugalarmierung bedeutet auch, dass die diensthabende Mannschaft über zwei von einander unabhängige Systeme erreichbar ist. In unserem Fall über Pager und/oder TETRA und/oder GSM-Handy, d.h. ein Mannschaftsmitglied sollte neben dem verpflichtenden Pager immer auch über ein Mobiltelefon (kann auch das eigene private sein) erreichbar sein. Alle Alarmierungen werden grundsätzlich als Pagerruf und ESAPP ausgesendet, pro Ressource muss zumindest ein Pager vorhanden sein.

Gibt es bei Notruf NÖ immer einen diensthabenden Techniker?

Ja, es gibt bei uns eine permanente Technikerbereitschaft zur Behebung von Störungen und auch um externe Partnerfirmen zu aktivieren. Oft liegen die Probleme ja nicht bei uns, sondern Systeme anderer Firmen und Organisationen haben einen Defekt.

Werden die Abläufe bei Störungen auch geübt?

Ja, mehrmals jährlich werden die Abläufe auch im Zuge sogenannter „nicht angekündigter Ausfallübungen“ geübt, damit dann im Realfall alles klappt.

Advertisements