Ärzte Dienstbetrieb KH NA Spezielle Krankheiten

Policy: Coronavirus COVID-19

Bei Symptomen:

Rufen Sie bitte ehest 1450 (ohne Vorwahl)

Bei Fragen:

Hotline der AGES unter 0800 555 621


Info für Einsatzkräfte und 141-Ärzte

Respiratorische Erkrankungen durch das neuartige Coronavirus (COVID-19)

Sollten Einsatzkräfte oder 141-Nachtärzte mit einem Coronavirus-Verdachtsfall konfrontiert werden, dann bitte strikt an die hier publizierten Regelungen halten, die in enger Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion laufend aktualisiert werden.

Allgemeine Informationen

Das Virus gehört wie das SARS-Virus zu den Beta-Coronaviren und heißt offiziell seit 11.Februar „COVID-19″ (coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von 2019-nCoV auf SARS-CoV-2 geändert.

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein.

Klinisches Bild der Erkrankung

Akute respiratorische Beschwerden (z.B. Atemnotsyndrom, Lungenentzündung; jeweils mit oder ohne Fieber, mit oder ohne Husten)

Identifikation von Personen mit Verdacht auf COVID-19 Infektion

Ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung durch COVID-19 liegt gemäß NÖ-Consensus vom 27.Jänner 2020 bei allen Personen mit respiratorischen Symptomen UND Aufenthalt in einem Risikogebiet vor.

Prävention

Bei Auftreten von Verdachts- und bestätigten Fällen wird ein Vorgehen zur Prävention der Übertragung durch Tröpfchen empfohlen:

Hygienemassnahme vor/während Patientenkontakt (Versorgung, Transport):

  • Schutzkleidung für Personal:
    • Schutzkittel
    • Handschuhe
    • Augenschutz
    • mindestens FFP2- Maske
  • Patienten sind nach Möglichkeit mit Mund-Nasen-Schutz zu versorgen

Hygienemassnahme nach Patientenkontakt:

  • Ablegen der Schutzausrüstung in Reihenfolge
    1. Schürze
    2. Handschuhe
    3. Maske
    4. Augenschutz
  • Händedesinfektion nach jedem Arbeitsschritt
  • Wischdesinfektion aller Kontaktflächen und Geräte

Transport und Anlieferung von PatientInnen

Ein Transport mit einer Sonderinfektionseinheit wird derzeit als nicht erforderlich bewertet, sowohl Verdachtsfälle also auch virologisch bestätigte Erkrankungsfälle werden vom Regelrettungsdienst transportiert!

Bei begründeten Verdachtsfällen (Kriterien siehe oben) sollen Patient mit dem Rettungsdienst nicht in eine Notfallambulanz transportiert werden, sondern in Absprache mit der Zielklinik nach Möglichkeit unter Vermeidung von Kontakten zu anderen Personen direkt in ein Isolierzimmer gebracht werden. Diesbezüglich sind in Kürze noch detaillierte Anweisungen durch die Behörden bzw. die Landeskliniken zu erwarten.

Diagnostik

Abstrich aus Mund und Rachen und/oder Trachealsekret. Ein Nachweis im Blut oder Serum steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Ein Virusnachweis im Zentrum für Virologie an der medizinischen Universität Wien möglich (01-40160-65517).

Therapie

Unterstützende Therapie je nach Symptomatik. Keine spezifische Therapie und keine Impfung vorhanden.

Interessante Links


Abwicklung im Akutversorgungsnachweis

Im Akutversorgungsnachweis gibt es das Symptom „Coronavirus Verdachtsfall“ mit dementsprechenden Synonymen.


Entsprechend dem Einsatzort und den aktuell gültigen Zuweisungorten bekommt man das richtige Zielspital vorgeschlagen:

  • Erwachsene bekommen bei Einsatzort im Industrieviertel und im Weinviertel aktuell „KH MD“ vorgeschlagen
  • Kinder oder Einsatzort im Mostviertel oder Waldviertel bekommen aktuell „KH PL Notfall“ als Vorschlag

Bitte den wichtigen Hinweis auf die telefonische Vorankündigung in Klinikum beachten !


Abwicklung in LeoDok

Es gibt in LeoDok für Sanitäter ein Sonderprotokoll „Checkliste Coronavirus“. Besteht der Verdacht auf eine COVID-19 Infektion werden entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben.