141 Ärzte COVID Dienstbetrieb

COVID-19: Policy für Einsatzkräfte und 141-Ärzte

Sollten Einsatzkräfte oder 141-Nachtärzte mit einem Coronavirus-Verdachtsfall konfrontiert werden, dann bitte strikt an die publizierten Regelungen halten, die in enger Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion laufend aktualisiert werden.

Allgemeine Informationen

Das Virus gehört wie das SARS-Virus zu den Beta-Coronaviren und heißt offiziell seit 11.Februar „COVID-19″ (coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von 2019-nCoV auf SARS-CoV-2 geändert.

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein.

Klinisches Bild der Erkrankung

Akute respiratorische Beschwerden (z.B. Atemnotsyndrom, Lungenentzündung; jeweils mit oder ohne Fieber, mit oder ohne Husten)

Identifikation von Personen mit Verdacht auf COVID-19 Infektion

Ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung durch COVID-19 liegt bei allen Personen mit einem akuten respiratorischen Infektion (mit oder ohne Fieber) mit mindestens einem der folgenden Symptome vor, für das es keine andere plausible Ursache gibt:

  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Katarrh der oberen Atemwege
  • plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes

Prävention

Bei Auftreten von Verdachts- und bestätigten Fällen wird ein Vorgehen zur Prävention der Übertragung durch Tröpfchen empfohlen:

Hygienemassnahme vor/während Patientenkontakt (Versorgung, Transport):

  • Schutzkleidung für Personal:
    • Schutzkittel
    • Handschuhe
    • Augenschutz
    • mindestens FFP2- Maske
  • Patienten sind nach Möglichkeit mit Mund-Nasen-Schutz zu versorgen

Hygienemassnahme nach Patientenkontakt:

  • Ablegen der Schutzausrüstung in Reihenfolge
    1. Schürze
    2. Handschuhe
    3. Maske
    4. Augenschutz
  • Händedesinfektion nach jedem Arbeitsschritt
  • Wischdesinfektion aller Kontaktflächen und Geräte

Transport und Anlieferung von PatientInnen

Ein Transport mit einer Sonderinfektionseinheit wird als nicht erforderlich bewertet, sowohl Verdachtsfälle also auch virologisch bestätigte Erkrankungsfälle werden vom Regelrettungsdienst transportiert!

Bei begründeten Verdachtsfällen (Kriterien siehe oben) sollen Patient mit dem Rettungsdienst nicht in eine Notfallambulanz transportiert werden, sondern in Absprache mit der Zielklinik nach Möglichkeit unter Vermeidung von Kontakten zu anderen Personen direkt in ein Isolierzimmer gebracht werden.

Diagnostik

Abstrich aus Mund und Rachen und/oder Trachealsekret.

Therapie

Unterstützende Therapie je nach Symptomatik. Keine spezifische Therapie und keine Impfung vorhanden.


Mehrfachtransporte Regulativ

Aus Sicht der NÖ-Landessanitätsdirektion sind bei Mehrfachtransporten von Patienten folgende Auflagen einzuhalten:

  • Der Sicherheitsabstand von einem Meter ist möglichst einzuhalten, in Kleinbussen dürfen nur maximal zwei Personen pro Reihe sitzen
  • Sowohl Patienten als auch begleitende Sanitäter tragen Mund-Nase-Schutz (MNS) oder gleichwertige mechanische Schutzausrüstung
  • Verpflichtende Händedesinfektion vor dem Einsteigen in das Fahrzeug
  • Chemotherapie-Patienten und Strahlentherapie-Patienten tragen FFP2 Masken
    ohne Ausatemventil (wenn toleriert, sonst mind. MNS)

Mehrfachtransporte für Dialyse-Patienten sind nicht möglich und auch Patienten mit respiratorischen Symptomen müssen immer einzeln transportiert werden.


Abwicklung im Akutversorgungsnachweis

Im Akutversorgungsnachweis gibt es das Symptom „Coronavirus Verdachtsfall“ mit dementsprechenden Synonymen.


Entsprechend dem Einsatzort und den aktuell gültigen Zuweisungorten bekommt man das richtige Zielspital vorgeschlagen. Bitte den wichtigen Hinweis auf die telefonische Vorankündigung in Klinikum beachten !


Abwicklung in LeoDok

Es gibt in LeoDok für Sanitäter ein Sonderprotokoll „Checkliste Coronavirus“. Besteht der Verdacht auf eine COVID-19 Infektion werden entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben.


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