COVID

COVID-19: Info zu Risikogruppen und Medikamente

Welche Risikogruppen gibt es?

Personen über 65 Jahre und Personen mit Begleiterkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Krebs und Diabetes, Immunschwäche) haben ein erhöhtes Risiko für einen schwerwiegenden Verlauf einer Corona-Infektion und sollen besonders vor einer Ansteckung geschützt werden

Wie können sich Risikogruppen gut schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe werden für alle Personen folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel.
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch beziehungsweise Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen. Entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände.
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen (Einhalten eines Mindestabstandes von 1 bis 2 Metern von krankheitsverdächtigen Personen)

Wie ist das für Schwangere/Schwangerschaft?

Insgesamt gibt es dazu noch sehr wenig Daten. Es gibt keinen Hinweis auf eine Häufung besonders schwerer Erkrankungsverläufe bei Schwangeren. Das neue Coronavirus wird wohl auch nicht von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen. Es gibt mehrere Fallberichte über die Geburt gesunder Kinder bei COVID erkrankten Frauen. Bei schweren Erkrankungsverläufen bei der Mutter kann es bei ähnlichen Viruserkrankungen aber auch zu Schwangerschaftskomplikationen kommen.

Bei der Geburt sind grundsätzlich sowohl eine spontane Geburt oder ein Kaiserschnitt möglich, auch eine Periduralanästhesie (PDA) ist durchführbar. Weitere Informationen erhalten sie am besten telefonisch von ihrer Hebamme oder Gynäkologen.

Hier klicken für einen informativen Artikel auf ORF.at vom 25.März

Darf man Stillen?

Grundsätzlich ist das Stillen für positiv getestete oder erkrankte Mütter weiterhin möglich. Es gibt dazu aber derzeit nur begrenzte Daten. Bisher konnte das Virus nicht in der Muttermilch erkrankter Frauen festgestellt werden, aber die Übertragungsmöglichkeit ist noch nicht völlig ausgeschlossen. Auf jeden Fall muß darauf geachtet werden das Virus nicht über den herkömmlichen Übertragungsweg auf den Säugling zu übertragen. Vorsichtsmassnahmen sind Händehygiene und das Tragen einer OP-Maske beim Stillen. Weitere Informationen erhalten sie von ihrer Hebamme oder Stillberaterin.

Kinder und Jugendliche?

Kinder und Jugendliche dürften seltener und weniger ausgeprägt von COVID betroffen sein, dennoch gibt es auch Fallberichte über kritische Krankheitsverläufe. Die Maßnahmen zu Schutz vor Übertragung und während der Erkrankung unterscheiden sich nicht von den allgemeinen Empfehlungen.

Risiko durch Blutdruckmedikamente?

Ein Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem neuen Coronavirus oder einer Verschlechterung der Erkrankung und der Einnahme von ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Blockern ist rein spekulativ. Es gilt die Empfehlung eine bestehende Medikation mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Blockern unbedingt beizubehalten. Das Absetzen der Medikamente oder ein Wechsel auf andere ist nicht indiziert und sollte wegen des Risikos eines akuten Herzinfarktes oder Schlaganfalls unbedingt vermieden werden.

Antibiotika?

Eine Antibiotische Therapie ist bei Viruserkrankungen nicht hilfreich und nicht sinnvoll. Sollten besondere Umstände oder eine zusätzliche bakterielle Infektion vorliegen wird Ihr Arzt eine Antibiotische Therapie erwägen.

Ibuprofen, ja oder nein?

Es gibt derzeit keine eindeutigen Hinweise darauf, dass Medikamente auf Basis von Ibuprofen den Krankheitsverlauf verschlimmert. In Einzelfällen wurde beobachtet, dass sie möglicherweise zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen. Bewiesen ist dies jedoch nicht. Bis zu einem Forschungsergebnis empfehlen wir eine vorsichtige Haltung gegenüber dem Gebrauch von Medikamenten auf der Basis von Ibuprofen. Die Behandlung von Fieber ist allgemein nicht notwendig. Falls Sie Fieber oder Schmerzen haben und es Sie schwer beeinträchtigt, können Sie bei Bedenken als Alternative ein Medikament auf Basis von Paracetamol (z.B. Mexalen) einnehmen. Bitte lesen Sie vor der Einnahme den Beipacktext.

 


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