Impfung

Impfung ohne Termin

Um sich eine Impfung ohne Termin “abzuholen” gibt es ganz viele unkomplizierte Möglichkeiten für alle Personen, die in Niederösterreich leben oder arbeiten.

Was muss man zum Impfen ohne Termin mitbringen?

Alle Impfstellen in NÖ
  • E-Card
  • Lichtbildausweis
  • Impfpass (soweit vorhanden)
  • Aufklärungs- und Dokumentationsbogen

Wo findet man den Aufklärungs- und Dokumentationsbogen?

Sie können den entsprechenden Aufklärungs- und Dokumentationsbogen hier herunterladen und bereits ausgefüllt zu Ihrer Impfung mitbringen.

Welcher Impfstoff kommt wo zum Einsatz?

Es werden die Impfstoffe von Pfizer/Biontech , Moderna und Novavax verwendet. Ab der 3.Dosis kommen ausschließlich Pfizer/Biontech und Moderna zum Einsatz, unabhängig davon, welche Produkte im Rahmen der primären Impfserie verabreicht wurden, wobei nach Möglichkeit und Verfügbarkeit eine homologe Impfserie (gleicher Impfstoff bei allen Impfungen) durchgeführt wird. Kinder und Jugendliche bekommen ausschließlich den Impfstoff von Pfizer/Biontech.

Sie bekommen in jedem Fall einen Impfstoff, der für ihre individuelle Situation vom  Nationalen Impfgremium  vorgesehen und empfohlen ist.

In welchem Abstand soll die 3.Impfung erfolgen?

Eine 3. Dosis ist bei allen Personen über 18 Jahre frühestens vier Monate nach der 2. Impfung möglich und sechs Monate danach empfohlen. Für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahre ist die 3.Dosis nach sechs Monaten empfohlen und möglich.

Wer soll wann eine 4.Impfung (Auffrischungsimpfung) bekommen ?

Bei Personen ab 65 Jahren und Risikopersonen (ab 12 Jahre) ist eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) frühestens vier Monate, jedenfalls aber ab sechs Monate nach der Grundimmunisierung (3. Impfung) empfohlen.

Eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) für gesunde, immunkompetente Personen unter 65 Jahre wird derzeit vom Nationalen Impfgremium noch nicht allgemein empfohlen. Auf persönlichen Wunsch kann dennoch JEDER (off-label) eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) verabreicht bekommen, frühestens ab vier Monate, besser ab sechs Monate nach der Grundimmunisierung (3. Impfung) . 

Was ist das Nationale Impfgremium?

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit drei Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Nationale Impfgremium hat schon bisher in der Coronakrise sehr umsichtig, wissenschaftlich fundiert und wohl überlegt seine Empfehlungen ausgesprochen, die sich teilweise auch von Richtlinien und Meinungen ähnlicher Gremien (anderer Staaten) bewußt unterschieden haben. Nicht zuletzt dieses besonnene Vorgehen unseres NIG hat maßgeblich zum Erfolg unserer Impfkampagne in Niederösterreich beigetragen.

Vorerkrankungen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 bedingen können  

  • Schwangerschaft
  • Trisomie 21 
  • Personen mit Demenz, intellektuellen oder körperlichen Behinderungen in und außerhalb von Betreuungseinrichtungen 
  • Adipositas (BMI ≥30) 
  • Funktionelle oder strukturelle Lungenerkrankungen, die eine dauerhafte tägliche medikamentöse Therapie benötigen wie z.B. COPD, Asthma bronchiale, Mukoviszidose 
  • Funktionelle oder strukturelle Herzerkrankungen, die eine dauerhafte tägliche medikamentöse Therapie benötigen wie z.B. Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie 
  • Krebserkrankung 
  • Immundefizienz oder Erkrankung, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden muss wie z.B. mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat, Azathioprin, Methotrexat, Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose) oder Knochenmarkstransplantation innerhalb der letzten 2 Jahre 
  • Organtransplantation innerhalb des letzten Jahres oder geplante Organtransplantation (auf Warteliste gelistet) oder bei Graft vs. Host-Disease 
  • HIV-Infektion 
  • Chronische Nierenerkrankungen mit Einschränkung der Nierenfunktion 
  • Chronische Lebererkrankungen mit Einschränkung der Leberfunktion 
  • Diabetes mellitus 
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex und andere chronische neurologische Erkrankungen 
  • Chronische entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und rheumatische Erkrankungen 
  • Psychiatrische Erkrankungen (z.B. bipolare Störung, Schizophrenie und schwere Depression) 
  • Sonstige Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den hier gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen