Impfung-Organisatorisches

Impfaktionen rund um Schulen, Fachhochschulen, Universitäten, …

Impfungen und Impfaktionen im schulischen und universitären Umfeld können jederzeit gerne auch kurzfristig stattfinden. Unser gemeinsames Ziel ist die weitere Anhebung der Durchimpfungsrate bei den Schülern und Studierenden, aber auch beim Bildungspersonal.

In enger Abstimmung mit der Bildungsdirektion Niederösterreich gibt es im Wesentlichen drei mögliche Varianten für Impfungen im diesem Umfeld:

Variante 1: Der Schularzt impft im Rahmen seiner Schularzttätigkeit

Der örtliche Schularzt bestellt bei uns entsprechend Impfstoff und impft autonom im Rahmen der Tätigkeit an der jeweiligen Schule. Die Impfung muss verpflichtend im e-Impfpass dokumentiert werden, Informationen dazu finden Sie HIER

Variante 2: Besuch eines nahen Impfbusses

Unsere Impfbusse sind in ganz Niederösterreich unterwegs und machen auch in der Nähe von Bildungseinrichtungen halt. Den aktuelle Impfbus-Fahrplan finden Sie HIER.

Variante 3: Die Gemeinde oder der Schulerhalter organisiert eine Impfaktion speziell für Schulen, FHs oder Unis

Die Impfaktion kann an einem beliebigen geeigneten Ort rund um die Bildungseinrichtung stattfinden und folgt einigen wenigen Regelungen:

  • Der lokale Organisator (Gemeinde, Schulerhalter, FH, Universität, ..) benennt einen Impfkoordinator. Der Impfkoordinator ist in weiterer Folge unser Ansprechpartner für die weitere Planung und Durchführung. Der Impfkoordinator benötigt keine medizinische Ausbildung, grundlegendes medizinisches bzw. pharmazeutisches Wissen ist aber von Vorteil.
  • Der lokale Impfkoordinator plant und führt die Impfaktion durch, er muss auch das erforderliche medizinische Personal für die Impftage selbst bereitstellen.
  • Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes wird mit dem Impfkoordinator rechtzeitig der mögliche Zeitraum der Impfungen abgestimmt, die konkrete Terminplanung obliegt dem jeweiligen Organisator selbst. Abhängig vom geplanten Impfstoff ergibt sich die Zeitspanne für die 2. Teilimpfung, die unbedingt gleich mitgeplant werden sollte. Die Zeiträume bewegen sich derzeit zwischen 3 und 6 Wochen.
  • Die Impfung muss verpflichtend im e-Impfpass dokumentiert werden, Informationen dazu finden Sie HIER

Es ist auch gerne möglich, für mehrere benachbarte Bildungseinrichtungen eine gemeinsame Impfstelle zu betreiben. 

Wer darf impfen?

Jede Ärztin und jeder Arzt in Österreich, auch pensioniert und unabhängig von dessen Spezialgebiet, ist dazu berechtigt, die Impfung zu verabreichen. Auch Medizinstudentinnen und -studenten ist dies in einem strukturierten Setting unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht ebenfalls erlaubt. Zusätzlich dürfen auch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie Rettungssanitäterinnen und -sanitäter nach einer schriftlichen ärztlichen Anordnung und Anwesenheit eines Arztes Covid-19 Impfungen verabreichen. Sie können also ihre Impfung individuell mit lokalen Ärzten, Schulärzten, etc. planen.

Wie viele Personen können pro Stunde geimpft werden?

Nach unserer Erfahrung sind mit einem Impfteam von drei Personen (Administration und Eintragung in den e-Impfpass, Aufziehen und Vorbereiten der Impfungen, Durchführung der Impfung) etwa 30 Person pro Stunde möglich. Durch den Einsatz mehrerer Impfteams lässt sich die Anzahl für große Impfstellen beliebig erhöhen.

Wer muss bzw. darf die Impfaufklärung durchführen?

Die Aufklärung ist eine ärztliche Aufgabe. Es empfiehlt sich den zu impfenden Personen bereits im Vorfeld den Standard-Aufklärungs- und Einwilligungsbogen und Informationen zur Impfung auszuhändigen und ausfüllen zu lassen. Falls hier noch Fragen offen bleiben können diese vor Ort vom Arzt beantwortet werden.

In welchen Räumlichkeiten kann geimpft werden?

Grundsätzlich sind alle sauberen Räume für Impfungen geeignet, z.B. Ordination des Schularztes, Vortragsräume, aber für größere Impfaktionen auch Turnsaal oder Speisesäle.

Wie und wie lange kann der Impfstoff gelagert werden?

Alle verwendeten Impfstoffe müssen bei ihnen durchgehend bei 2-8° Celsius gelagert werden. Dazu ist ein handelsüblicher Kühlschrank grundsätzlich ausreichend, eine Temperaturüberwachung mittels Thermologger ist wünschenswert, jedenfalls muss die durchgehende Kühlung dokumentiert werden. Abhängig vom Impfstoff kann die Haltbarkeit ab Auslieferung einige Tage bis zu 6 Monate betragen.

Welches Material ist erforderlich?

Mit der Impfung werden alle unmittelbar erforderlichen medizinischen Verbrauchsmaterialien mitgeliefert (Spritzen, Nadeln, etc.). Andere Materialien wie persönliche Schutzausrüstung, Hände- und Hautdesinfektionsmittel, Pflaster, Abwurfbehälter für Spitzmüll, medizinische Notfallausrüstung etc. müssen durch die Impfstelle bzw. den verantwortlichen Arzt zur Verfügung gestellt werden.

Wie kann die Abrechnung bzw. Bezahlung des Personals abgewickelt werden?

Es werden grundsätzlich nur Personalkosten abgegolten, keine Kosten für Lokalität, etc.

Möglichkeit 1

Der Impfarzt meldet für die Dauer der Impfaktion eine Zweitordination an und verrechnet gemäß den Richtlinien Einzelstiche. Von diesem Stichhonorar sind alle restlichen Aufwendungen zu bestreiten.

Möglichkeit 2

Die Organisation/Gemeinde/.. bezahlt das Impfpersonal inklusive Impfarzt entsprechend den Richtlinien und verrechnet dann gesammelt mit der Abteilung GS4 des Landes. Auch die eventuelle Anstellung und ordnungsgemäße finanzielle Abwicklung obliegt den lokalen Organisatoren.

Wie wird das mit wem abgerechnet?

Abrechnung – Einzelimpfungen

Alle Informationen zur Einzelabrechungen erhalten Sie gerne auch direkt bei Ihrer NÖ-Ärztekammer.

  • Die Abrechnung der Impfungen in den Ordinationen erfolgt über Abrechnungspositionen direkt mit der sozialen Krankenversicherung
    • Impfung 1: Positionsnummer COVI1 – Vergütung 25 Euro
    • Impfung 2: Positionsnummer COVI2 – Vergütung 20 Euro
    • Impfung 3: Positionsnummer COVA1 – Vergütung 20 Euro
    • Impfung 4: Positionsnummer COVA2 – Vergütung 20 Euro
  • Auch Wahlärztinnen und Wahlärzten rechnen das lmpfhonorar im Wege der sozialen Krankenversicherung ab.
  • Für in Österreich nicht pflichtversicherte Personen gibt es ebenfalls eine Abrechnungsmöglichkeit über die soziale Krankenversicherung.

Abrechnung – Impfstellen

Es werden grundsätzlich nur Personalkosten abgegolten, keine Kosten für Lokalität, etc.
Folgende Höchststundensätze kommen zur Anwendung, wenn in einer registrierten Impfstelle viele Personen geimpft werden und dabei keine Abrechnung über die Sozialversicherung erfolgen kann, z.B. in einem Alten- und Pflegeheim, in einer Behinderteneinrichtung, bei einer Impfstelle auf einem Gemeindeamt etc.

  • Höchststundensatz für Ärzte von € 150.- pro Stunde
  • Höchststundensatz für Turnusärzte von € 90.- pro Stunde.
  • Höchststundensatz für medizinisches Personal € 55.- pro Stunde
  • Höchststundensatz für sonstiges externes Personal €25.- pro Stunde

In den Höchststundensätzen sind alle gesetzlichen Abgaben und sozialversicherungsrechtlichen Beiträge enthalten. Bei der Beschäftigung des gesamten Personals sind die allgemeinen arbeitsrechtlichen, sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Beschaffung, Auftragsabwicklung, eventuelle Anstellung und Entlohnung des Personals sowie die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen obliegt bei PopUp-Impfstraßen der organisierenden Gemeinde.

Die Abrechnung kann einmal im Monat über ein Formular direkt mit dem Land NÖ – Abteilung GS4 erfolgen. Bitte übermitteln Sie die Honorarnote samt den Arbeitszeitbestätigungen bis spätestens 10. des Folgemonats an post.gs4@noel.gv.at mit Betreff “COVID-19-Impfhonorar”. Die Einrichtungen werden in diesen Fällen nicht damit befasst und die Auszahlung geht auf direktem Weg.

Die Abrechnung der Höchststundensätze bei Pop-Up Impfstellen erfolgt über die Gemeinde durch den Gemeinde-Impfkoordinator der Gemeinde.