Impfung

Zehn Gründe für eine Impfung

Es wichtig, sich durch eine Impfung zu schützen, sie ist freiwillig und kostenlos. Gerry Foitik vom Roten Kreuz hat die zehn wichtigsten Gründe für eine Corona-Schutzimpfung zusammengefasst.

1. Sie sind geschützt

Selbst wenn Sie gesund sind, können Sie durch das Coronavirus schwer erkranken. Das ist nach einer Impfung praktisch nicht der Fall. Nach einer vollständigen Impfung können Sie sich zwar infizieren, aber Sie werden – wenn Sie keine schweren Grunderkrankungen haben – nicht schwer krank werden. Das zeigen alle Daten, die auf der ganzen Welt ausgewertet werden.

2. Sie schützen Menschen in Ihrer Umgebung

Wer vollständig geimpft ist und sich trotzdem mit Corona infiziert kann auch infektiös sein. Die gute Nachricht ist aber, dass geimpfte Menschen viel weniger andere Menschen anstecken als ungeimpfte Menschen. Die Wahrscheinlichkeit andere Menschen durch eine – z. B. nicht entdeckte Infektion zu gefährden nimmt mit dem Impfschutz ab.

3. Sie schützen die Gesellschaft

Das Coronavirus ist durch die Delta-Variante extrem ansteckend geworden. Menschen, die noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten und nicht geimpft sind, haben keine Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus – diese bilden sich erst mit der Infektion oder der Impfung. Sehr viele Menschen in unserem Land haben keine Antikörper. Auch wenn eine schwere Erkrankung – vor allem bei jungen Menschen – nicht oft vorkommt, ist die Zahl der gleichzeitig schwer Erkrankten in einer großen Welle zu groß, um jeden optimal behandeln zu können. Darunter leiden auch Menschen, die nicht an Corona erkrankt sind – weil sie etwa schon geimpft sind – wenn sie eine dringende Behandlung brauchen. Dann müssen Operationen – mitunter auch lebenswichtige – verschoben werden. Deshalb gab es in der Vergangenheit Lockdowns. Die können wir in der Zukunft verhindern, wenn wir uns impfen lassen.

4. Sie schützen sich vor Long CoViD

Können Sie sich vorstellen, dass Sie Ihr Baby nicht riechen kann? Oder, dass Sie regelmäßig in der Früh keine Kraft haben aus dem Bett aufzustehen? Das sind Symptome unter denen an Long-Covid Erkrankte leiden können. Wie lange diese Symptome anhalten wissen wir noch nicht, manche leiden aber schon mehr als ein Jahr daran. Auch davor schützt die Corona-Schutzimpfung.

5. Schwere Impfreaktionen sind extrem selten

Mittlerweile haben mehr als 40% der Weltbevölkerung mehr als 5,5 Milliarden Impfungen erhalten. Noch nie wurden so viele Menschen in so kurzer Zeit gegen eine Krankheit geimpft. Nach jeder Impfung gibt es eine Reaktion des Körpers. Neben den erwünschten Wirkungen (Schutzwirkung) treten auch unangenehme Reaktionen auf (Schmerzen in der Einstichstelle oder Fieber). Schwere Impfreaktionen, die behandelt werden müssen und können, sind allerdings extrem selten (viel, viel seltener übrigens als die gleichen Reaktionen bei der Infektion). Die Impfung ist extrem sicher und sehr wirksam.

6. Bei der Impfung gibt es keine Langzeitrisiken – die Erkrankung ist voll davon

Dadurch, dass so viele Menschen schon geimpft sind, ist auch jede Reaktion auf die Impfung mittlerweile bekannt. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation schließen aus, dass nach mehr als drei Monaten Folgen einer Impfung neu auftreten. Es gibt also keine Langzeitrisiken der Impfung – im Gegensatz zur Erkrankung oder Infektion. Niemand weiß heute, an welchen Folgen Corona-Erkrankte womöglich in einigen Jahren leiden werden. Die Corona-Erkrankung richtet in manchen Menschen an so vielen Stellen Schäden kann, dass die Langzeitfolgen noch nicht gut einschätzbar sind.

7. Fast alle Menschen können geimpft werden

Die gute Nachricht: es gibt kaum einen (medizinischen) Grund, nicht geimpft werden zu können. Selbst schwere Grunderkrankungen stellen kein Hindernis dar oder vergrößern das Risiko von Nebenwirkungen (im Gegenteil: je schlechter der Gesundheitszustand eines Menschen, desto dringender braucht man den Impfschutz). Auch mit verbreiteten Erkrankungen wie Allergien, Kreislauferkrankungen usw. kann man geimpft werden. Wenn Sie allergisch auf einen Bestandteil des Impfstoffes sind, dann können Sie meist mit einem anderen Impfstoff geimpft werden.

8. Sie haben die Wahl: Infektion oder Impfung

Wir werden das Virus nicht mehr los – es wird Teil unseres Lebens werden, wie es viele andere Viren auch sind. Das Corona-Virus ist mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet und durch die Veränderungen sehr ansteckend geworden. Das bedeutet, dass alle Menschen auf der Erde, die keinen Schutz vor dem Virus durch Impfung (oder durchgemachter Infektion) haben, sich in den nächsten Monaten und Jahren mit dem Virus anstecken werden. Das Risiko für jeden einzelnen Menschen ist dabei viel höher bei einer Infektion als bei der Impfung. Daher ist die Impfung für jeden einzelnen, der nicht geschützt ist, der bessere Weg.

9. Die Impfung kostet nichts, die Folgen einer Erkrankung können sehr teuer sein

In Österreich ist die Corona-Schutzimpfung für jeden gratis. Egal ob Sie krankenversichert sind oder nicht. Egal ob Sie österreichischer Staatsbürger sind oder nicht. Die Impfung kostet Sie nur ein bisschen Zeit. Anders kann das leider bei der Erkrankung sein. Sie kostete Sie nicht nur viel mehr Zeit, sondern die Folgen können sehr teuer sein. Wenn Sie ein Schuljahr wiederholen müssen, weil Sie wochenlang krank waren oder wenn Sie über lange Zeit erschöpft sind und etwa Unterstützung brauchen.

10. Praktisch alle Expert_innen sind sich einig

Auch wenn Sie im Bekanntenkreis oder in sozialen Medien immer wieder auf Leute treffen, die etwas anderes behaupten oder angeblich Leute kennen, die ganz schlimme Folgen der Impfung behaupten. Praktisch alle echten Expert_innen wissen und sagen, dass die Corona-Schutzimpfung sehr sicher und sehr wirksam ist. Die Wirksamkeit kann mit der Zeit natürlich nachlassen, deshalb müssen – auch bei anderen Impfungen – diese auch aufgefrischt werden. Es kann sich natürlich auch das Virus weiter verändern und die Wirksamkeit reduzieren, dann werden die Impfstoffe daran angepasst und man braucht dann wieder eine Impfung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

[Quelle: Gerry Foitik auf Twitter]