Impfung

Impfung: Fragen & Antworten zum Impfstoff AstraZeneca ChAdOx1-S

Wie wird der Impfstoff von AstraZeneca verabreicht?

Der Impfstoff ist nur zur intramuskulären Injektion, bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms, vorgesehen.

Wie oft muß die Impfung durchgeführt werden?

Die Impfung wird in 2 Teilimpfungen im Abstand von 11 Wochen verabreicht. Ob und wie oft eine Auffrischungsimpfung erforderlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Die zweite Impfdosis soll 4 bis 12 Wochen nach der ersten gegeben werden. Das Nationale Impfgremium hat  die Festlegung dieser Zeitspanne zwischen 1. und 2. Teilimpfung auf 11 Wochen empfohlen.

Können für die Teilimpfungen bei einer Person Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller verwendet werden?

Nein, beide Teilimpfungen müssen mit demselben Impfstoff durchgeführt werden

Welche Personengruppen sollen sich aktuell nicht mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen?

  • Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist aktuell keine Impfung vorgesehen.
  • Wenn Sie bereit schwere allergische Reaktionen gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes von AstraZeneca hatten, sollten Sie vorerst keine Impfung erhalten
  • Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie bis nach der Geburt mit der Impfung warten.
  • Wenn Sie stillende Mutter sind, sollten Sie bis zum Abstillen mit der Impfung warten.

Hinweise für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von COVID-19 Vaccine AstraZeneca bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Aber bevor dieser neue Impfstoff für Kinder und Jugendliche angeboten werden kann, sind noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Diese Vorgehensweise ist bei jeder neuen Medikamentenzulassung üblich.

Hinweise für Schwangere, stillende Mütter, Frauen im gebärfähigen Alter und Frauen die eine Schwangerschaft planen:

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von COVID-19 Vaccine AstraZeneca bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität sind noch nicht abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Studienergebnisse werden keine Wirkungen auf die Entwicklung des Fötus erwartet Die Anwendung von COVID-19 Vaccine AstraZeneca während der Schwangerschaft sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen alle potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt.

Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob COVID-19 Vaccine AstraZeneca in die Muttermilch übergeht.

Welche Nebenwirkungen hat der Impfstoff von AstraZeneca?

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Druckempfindlichkeit, Schmerzen, Wärme, Juckreiz oder Bluterguss an der Injektionsstelle
  • Müdigkeitsgefühl (Fatigue) oder allgemeines Unwohlsein
  • Schüttelfrost oder fiebriges Gefühl
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Fieber (> 38°C)
  • Erbrechen oder Durchfall

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen)

  • Schläfrigkeit oder Schwindelgefühl
  • verminderter Appetit
  • vergrößerte Lymphknoten
  • übermäßiges Schwitzen, juckende Haut oder Ausschlag

Die Mehrzahl der Nebenwirkungen war von leichtem bis moderatem Schweregrad und ging üblicherweise binnen weniger Tage nach der Impfung wieder vollständig zurück. Im Vergleich zur ersten Dosis waren die nach der zweiten Dosis berichteten Nebenwirkungen milder und wurden weniger häufig berichtet. Bei älteren Erwachsenen (≥ 65 Jahre) war die Reaktogenität generell milder und wurde weniger häufig berichtet.

Gibt es allergische Reaktionen auf den Impfstoff von AstraZeneca?

In seltenen Fällen kann es zu ernsten allergischen Reaktionen kommen.  Das hat bisher nur einige wenige Personen betroffen, die bereits schwere allergische Sofortreaktionen auf Medikamente oder Lebensmittel gehabt haben. Diese Personen sollten vorerst keine Corona-Schutzimpfung erhalten.

Erkrankungen die durch Pollen („Heuschnupfen“) verursacht werden oder Kontaktallergien stellen kein erhöhtes Risiko dar. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Arzt beraten. Mögliche schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen treten innerhalb von wenigen Minuten nach der Impfung auf. Die Impfstellen sind für die Behandlung dieser Nebenwirkungen ausgestattet.

Wie sicher ist der Impfstoff von AstraZeneca?

Ein Impfstoff wird erst nach umfassender Überprüfung für die Bevölkerung zugelassen (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine anhaltende Beobachtung zur Erfassung von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen.

Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden. Die Sicherheitsdaten aus allen Studien zeigen ein sehr gutes Sicherheitsprofil. Keine schweren Impfreaktionen. Impfreaktionen waren u.a. Schmerzen an der Impfstelle und systemisch vorwiegend Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, fiebriger Zustand. Die Reaktionen bei der 2. Impfung waren leichter. 

Die Immunogenitätsdaten zeigen, dass Antikörper (Spike Antigen spezifische Antikörper und neutralisierende Antiköper) nach der 1. Dosis gebildet und nach der 2. Dosis geboostert wurden (Serokonversionsrate > 99% nach 2.Dosis). Entsprechend gut war auch die zelluläre Immunität ohne Unterschied innerhalb der Altersgruppen der 18-64-Jährigen.

Wie effektiv ist der Impfstoff von AstraZeneca?

Die Wirksamkeit zur Verhinderung symptomatischer, laborbestätigten Erkrankung lag bei rund 60%. Die Verhinderung von schweren Fällen (Pneumonien, Hospitalisierung, ICU, Tod) lag bei 100%, wenngleich nur 8 Fälle in der Kontrollgruppe aufgetreten sind. Bereits 3 Wochen nach der ersten Dosis beginnt die Schutzwirkung. Für einen vollen, anhaltenden Schutz ist die 2. Dosis notwendig.

Eine bessere Immunogenität und Schutzwirkung zeigte sich bei längeren Impfabständen zwischen 1. und 2. Dosis. Das Nationale Impfgremium empfiehlt daher einen bevorzugten Impfabstand von 11-12 Wochen.