Impfung

Auffrischungsimpfung, wann?

Die Buchung eines Impftermins für Ihre Auffrischungsimpfung gemäß der aktualisierten Anwendungsempfehlung des Gesundheitsministerium ist ganz einfach über unsere Buchungsplattform möglich (großer roter Button).

In welchem Abstand soll die Auffrischungsimpfung erfolgen?

Gemäß der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums erhalten folgende Personengruppen (off label) eine weitere Dosis (impfstoffabhängig 2. oder 3. Dosis) in einem Zeitraum von:

  • Frühestens sechs bis spätestens neun Monate nach Abschluss der vollständigen Immunisierung folgende Risikogruppen
    • Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
    • Personen im Alter von ≥ 65 Jahre
    • Personen (ab 12 Jahren unabhängig vom Alter) mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko oder hohem Risiko
    • Personen, die eine Dosis Johnson&Johnson erhalten haben
    • Personen, die zwei Dosen Astra-Zeneca erhalten haben
  • Neun bis zwölf Monate nach Abschluss der vollständigen Immunisierung alle anderen Personen über 18 Jahre. Dies gilt auch für folgende Personengruppen: 
    • Personal in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen
    • Personal im Gesundheitsbereich
    • Personal in der mobilen Pflege, Betreuung, Krankenpflege und 24-Stunden-Pflege sowie pflegende Angehörige
    • Personal in pädagogischen Einrichtungen (Kinderbetreuung, Schule, Universität, etc.)

Buchen Sie Ihren Impftermin im richtigen Abstand zu Ihrer Vollimmunisierung

Die Vollimmunisierung ist nach der 2. Dosis bei Pfizer/Modera/AstraZeneca und nach der 1. Dosis bei Johnson&Johnson erreicht

Welche Impfstoffe werden für Auffrischungsimpfungen verwendet?

Es werden ausschließlich mRNA-Impfstoffe (Pfizer/Biontech oder Moderna) verwendet, unabhängig davon, welche Produkte im Rahmen der primären Impfserie verabreicht wurden. Sie können den von Ihnen gewünschten Impfstoff selbst wählen und einen entsprechenden Termin buchen.

Erhalten genesene Personen auch eine Auffrischungsimpfung?

Genesene, die nur eine Impfung erhalten haben, sollen gemäß der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums wie vollständig geimpfte Personen angesehen werden. Sie bekommen genauso wie oben angeführt ihre Auffrischungsimpfung.

Wenn genesene Personen bereits zwei Impfungen erhalten haben, ist bis auf weiteres keine weitere Impfung gegen COVID-19 notwendig. 

Mit welcher Schutzdauer kann nach der Auffrischungsimpfung gerechnet werden?

Das Nationale Impfgremium weist darauf hin, dass aus immunologischen Überlegungen und Erfahrungen mit anderen Impfstoffen nach der weiteren Dosis mit einer Schutzdauer von mindestens 9 bis 12 Monaten gerechnet werden.

Entsprechend wird auch von einer geringeren epidemiologischen Gefahr ausgegangen, wenngleich hier noch direkte Evidenz fehlt, um dies zu belegen. Diese weitere Dosis ist voraussichtlich notwendig, um einen langanhaltenden Impfschutz aufzubauen. 

Was bedeutet es, dass die Auffrischungsimpfung derzeit „off-label“ ist?

Da es sich bei den vom Nationalen Impfgremium empfohlenen Auffrischungsimpfungen um off-label-Anwendungen handelt, ist es notwendig, explizit darüber aufzuklären, dass derzeit keine Zulassung für diese Anwendung vorliegt, die Datenlage derzeit noch begrenzt ist und noch nichts über die Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen bekannt ist. Es wird den impfenden ÄrztInnen empfohlen, diese Aufklärung (wie bisher) schriftlich zu dokumentieren. 

Eine Antikörper-Bestimmung nach einer Vollimmunisierung lässt nur einen geringen Schutz vermuten. Ist eine dritte Impfdosis dann auch schon früher sinnvoll?

Wie bereits seit längerer Zeit in den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) vorgesehen, kann HochrisikopatientInnen auch schon früher in bestimmten Fällen nach Gesprächen mit den behandelnden ÄrztInnen eine dritte Impfdosis verabreicht werden, wenn nach abgeschlossenem Impfzyklus keine ausreichende Immunantwort vorliegt. Dabei handelt es sich aber um eine sogenannte „Off-label“-Anwendung, deswegen besprechen Sie das bitte direkt mit Ihrem Hausarzt bzw. behandelnden Arzt.

Für wie viele Personen kann gleichzeitig gebucht werden?

Sie können in einem Buchungsschritt für bis zu drei Personen gleichzeitig buchen. Eine Buchungsbestätigung, der Impfaufklärungsbogen und weitere Informationen werden dann via Email zugeschickt.

Wie kann man einen gebuchten Termin ändern oder wieder absagen?

In Ihrem Bestätigungsemail haben Sie einen entsprechenden blauen Button „Meine Termine verwalten“. Mit diesem Link können Sie selbst Ihre Buchung verwalten und auch Buchungen wieder absagen. Sie können Sie sich selbst jederzeit einen neuen Impftermin buchen.

Was muss man zum Impftermin mitbringen?

  • Impfticket (Ausdruck oder am Smartphone) – dieses erhalten Sie nach erfolgreicher Buchung zum Download und per E-Mail
  • E-Card
  • Lichtbildausweis
  • Impfpass (soweit vorhanden und Sie eine Eintragung wünschen)
  • Aufklärungs- und Dokumentationsbogen

Wie wird die Zugehörigkeit zu einer impfberechtigten Personengruppe nachgewiesen?

Da alle Personengruppen impfberechtigt sind, entfällt die Notwendigkeit eines Nachweises zur Impfberechtigung.

Was ist, wenn alle Impftermine bereits vergeben sind?

Es werden laufend weitere Impftermine freigeschaltet, je nachdem wieviel Impfstoff tatsächlich zur Verfügung steht und wie die Kapazitäten der Impfstellen am jeweiligen Tag sind. Schauen Sie immer wieder auf unserer Buchungsplattform vorbei.

Welche Daten muss man bei der Terminbuchung eingeben?

Um einen Termin buchen zu können, sollte man die persönlichen Daten wie Name, Adresse, Versicherungsnummer und seine Erreichbarkeiten (Email/Telefonnummer) bereit halten, diese werden bei der Eingabe benötigt.

Wo wird man geimpft?

Bei der Terminbuchung wählt man die gewünschte Impfstelle aus und sieht die dort alle aktuell verfügbaren Termine.

  • In Ordinationen
    • Es wird in hunderten Impfordinationen geimpft, verteilt übers ganze Bundesland.
  • In Impfbussen und bei Veranstaltungen
    • Mehrere Impfbusse sind im Land unterwegs
    • Gemeinden oder Vereine organisieren Impfungen bei speziellen Anlässen oder im Rahmen von Veranstaltungen
  • In Betrieben
    • Betriebe können eigene Impfstraßen/Impfstellen einrichten. Geliefert wird der Impfstoff, die komplette Organisation und Abwicklung erfolgt durch den Betrieb
  • In Impfzentren (bei Bedarf)
    • Bei großem Bedarf werden wieder Impfzentren eingerichtet, um zügig den zur Verfügung stehenden Impfstoff verimpfen zu können.

Wo findet man den Aufklärungs- und Dokumentationsbogen?

Sie können dem Aufklärungs- und Dokumentationsbogen hier herunterladen und bereits ausgefüllt zu Ihrem Impftermin mitbringen.

Was ist das Nationale Impfgremium?

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit drei Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Nationale Impfgremium hat schon bisher in der Coronakrise sehr umsichtig, wissenschaftlich fundiert und wohl überlegt seine Empfehlungen ausgesprochen, die sich teilweise auch von Richtlinien und Meinungen ähnlicher Gremien (anderer Staaten) bewußt unterschieden haben. Nicht zuletzt dieses besonnene Vorgehen unseres NIG hat maßgeblich zum Erfolg unserer Impfkampagne in Niederösterreich beigetragen.

Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit besonders hohem Risiko, sofern Impfung möglich/zugelassen 

  • Trisomie 21 
  • Personen mit Demenz, intellektuellen oder körperlichen Behinderungen in Betreuungseinrichtungen 
  • Fortgeschrittene funktionelle oder strukturelle chronische Lungenkrankheit, welche eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigt, wie pulmonale Hypertonie, Mukoviszidose/zystische Fibrose sowie COPD im fortgeschrittenen Stadium GOLD III ab Patientengruppe C; 
  • Chronische Herzerkrankung mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig ist, wie ischämische Herzerkrankung sowie Herzinsuffizienz; 
  • Aktive Krebserkrankung mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie (Chemotherapie, Biologika) und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankung auch ohne laufende Therapie; aktive maligne hämatologische Erkrankung; 
  • Immundefizienz oder Erkrankung, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression wie zum Beispiel mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat, Azathioprin, Methotrexat, Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose) behandelt werden muss oder Knochenmarkstransplantation innerhalb der letzten zwei Jahre 
  • Organtransplantation innerhalb des letzten Jahres oder geplante Organtransplantation (auf Warteliste gelistet) oder bei Graft vs Host Disease; 
  • HIV mit CD4 < 400 Zellen/mm3 
  • Chronische Dialyse, fortgeschrittene chronische Nierenerkrankung wie chronische Niereninsuffizienz mit glomerulärer Filtrationsrate < 45 ml/min, bei Nierenersatztherapie sowie bei St.p. Nierentransplantation; 
  • Chronische Lebererkrankung mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose ab Childs-Stadium B; 
  • Ausgeprägte Adipositas ab dem Adipositas Grad III mit einem BMI ≥ 40; 
  • Diabetes mellitus Typ I mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 7,5%, Typ II mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 8,5% sowie Typ I oder II mit Endorganschäden; 
  • Arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung. 
  • Sonstige schwere Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den hier gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen wie zum Beispiel seltene Erkrankungen

 Gemäß der Priorisierung des Nationalen Impfgremiums

Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit erhöhtem Risiko sofern Impfung möglich/zugelassen und nicht in der Auflistung mit besonders hohem Risiko angeführt

  • Personen mit Demenz oder intellektuelle Behinderungen außerhalb von Betreuungseinrichtungen
  • Personen mit körperlichen Behinderungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 zur Folge haben
  • Adipositas (BMI ≥30)
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Chronische Lebererkrankung
  • Diabetes Mellitus
  • Arrhythmie/Vorhofflimmern
  • HIV-Infektion
  • Koronare Herzkrankheit
  • Herzinsuffizienz
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex und andere chronische neurologische Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheit
  • Chronische entzündliche Darmerkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Arterielle Hypertonie
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Asthma bronchiale
  • Psychiatrische Erkrankungen (zB. bipolare Störung, Schizophrenie und schwere Depression)
  • Sonstige Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den hier gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen

 Gemäß der Priorisierung des Nationalen Impfgremiums