Impfung

Betriebliche Impfstraßen

Impfung und Impfaktionen im betrieblichen Umfeld für Mitarbeiter, Kunden und auch Angehörige können nach wie vor gerne jederzeit stattfinden. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ wurde eine Strategie für innerbetriebliche Impfungen erstellt.

Sollten Unternehmen auch im Herbst 2021 Interesse an einer Impfaktion im Betrieb haben, ist dies ab mindestens 30 Impfwilligen möglich. Die WKNÖ vermittelt gerne die Lieferung von Impfstoff, für die Organisation vor Ort und die medizinische Betreuung ist der Betrieb selbst verantwortlich. Sie können für ihr Unternehmen, je nach Größe und Struktur, eine oder mehrere betriebliche Impfstellen einrichten und betreiben. Es ist auch möglich, für mehrere benachbarte Betriebe eine gemeinsame Impfstelle in einem Betriebs-  oder Industriegebiet, einem Gewerbepark oder einer Gemeinde zu betrieben. 

Hier klicken für weitere Informationen auf der Seite der WKNÖ.

Für betriebliche Impfstellen gelten folgende Rahmenbedingungen:

  • Der oder die Betrieb(e) benennt einen Impfkoordinator pro Impfstelle. Der Impfkoordinator ist in weiterer Folge unser Ansprechpartner für die weiter Planung und Durchführung. Der Impfkoordinator benötigt keine medizinische Ausbildung, grundlegendes medizinisches bzw. pharmazeutisches Wissen ist aber von Vorteil.
  • Der Betrieb muß gemeinsam mit dem Impfkoordinator die Impfaktion planen, durchführen und das erforderliche medizinische Personal für die Impftage selbst bereitstellen.
  • Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes und zentraler Vorgabe wird mit dem Impfkoordinator rechtzeitig der mögliche Zeitraum der Impfungen bekanntgegeben. Die konkrete Terminplanung obliegt dem jeweiligen Betrieben selbst. Abhängig vom geplanten Impfstoff ergibt sich die Zeitspanne für die 2. Teilimpfung, die unbedingt gleich mitgeplant werden sollte. Die Zeiträume bewegen sich derzeit zwischen 3 und 6 Wochen.
  • Die Impfung muß verpflichtend im e-Impfpass dokumentiert werden, Informationen dazu finden Sie HIER

Wer darf impfen?

Jede Ärztin und jeder Arzt in Österreich, auch pensioniert und unabhängig von dessen Spezialgebiet, ist dazu berechtigt, die Impfung zu verabreichen. Auch Medizinstudentinnen und -studenten ist dies in einem strukturierten Setting unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht ebenfalls erlaubt. Zusätzlich dürfen auch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie Rettungssanitäterinnen und -sanitäter nach einer schriftlichen ärztlichen Anordnung und Anwesenheit eines Arztes Covid-19 Impfungen verabreichen. Sie können also ihre Impfung individuell mit lokalen Ärzten, Arbeitsmedizinern, ihrem Betriebsarzt etc. planen.

Wie und wie lange kann der Impfstoff gelagert werden?

Alle bisher verwendeten Impfstoffe müssen bei ihnen durchgehend bei 2-8° Celsius gelagert werden. Dazu ist ein handelsüblicher Kühlschrank grundsätzlich ausreichend, eine Temperaturüberwachung mittels Thermologger, etc. ist wünschenswert. Abhängig vom Impfstoff kann die Haltbarkeit ab Auslieferung einige Tage bis zu 6 Monate betragen.

Wer muß bzw. darf die Impfaufklärung durchführen?

Die Aufklärung ist eine ärztliche Aufgabe. Es empfiehlt sich den zu impfenden Personen bereits im Vorfeld den Standard-Aufklärungs- und Einwilligungsbogen und Informationen zur Impfung auszuhändigen und ausfüllen zu lassen. Falls hier noch Fragen offen bleiben können diese vor Ort vom Arzt beantwortet werden.

Wie viele Personen können pro Stunde geimpft werden?

Nach unserer Erfahrung sind mit einem Impfteam von drei Personen (Administration und Eintragung in den e-Impfpass, Aufziehen und Vorbereiten der Impfungen, Durchführung der Impfung) etwa 30 Person pro Stunde möglich. Durch den Einsatz mehrerer Impfteams läßt sich die Anzahl für große Impfstellen beliebig erhöhen.

Welches Material ist erforderlich?

Mit der Impfung werden alle unmittelbar erforderlichen medizinischen Verbrauchsmaterialien mitgeliefert (Spritzen, Nadeln, etc.). Andere Materialien wie persönliche Schutzausrüstung, Hände- und Hautdesinfektionsmittel, Pflaster, Abwurfbehälter für Spitzmüll, medizinische Notfallausrüstung etc. müssen durch die Impfstelle bzw. den verantwortlichen Arzt zur Verfügung gestellt werden.

In welchen Räumlichkeiten kann geimpft werden?

Grundsätzlich sind alle sauberen Räume für Impfungen geeignet, z.B. Ordination des Betriebsarztes, aber für größere Impfaktionen auch Vortragsräume oder Speisesäle.

Was muß hinsichtlich Impfreaktionen beachtet werden?

Je nach Impfstoff KANN es nach der ersten und auch nach der zweiten Teilimpfung zu einer Impfreaktion mit Fieber, Kopfschmerzen, Muskel und Gelenksschmerzen, etc. kommen. Diese Impfreakation beginnt üblicherweise am Tag nach der Impfung und hält 24-48h an. Bei Personen mit Tätigkeiten an Maschinen oder Fahrzeugen KANN die Konzentration und die sichere Bedienung der Arbeitsmittel dadurch beeinträchtigt sein.

Hier finden Sie spezielle Informationen für Impfstellen: