Impfung

Impfung: Dokumentation

Die Dokumentation der Impfung erfolgt nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums im e-Impfpass. Dazu gibt es auch abseits von stationärer E-Card Infrastruktur mobile Lösungen. Zugriff auf die Dokumentationsapplikation haben jedenfalls nur in der österreichischen Ärzteliste eingetragene Ärzte, die auch über eine Handysignatur verfügen müssen. 

Die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung der Impfdaten ist mit der Novelle des Gesundheitstelematikgesetzes (GTelG) im Herbst 2020 geschaffen worden. Eine Abmeldung vom elektronischen Impfpass ist aufgrund des öffentlichen Interesses an einer vollständigen Dokumentation nicht möglich und vorgesehen.

Wie erfolgt die Dokumentation im e-Impfpass?

Im e-Impfpass werden ausschließlich verabreichte Impfungen dokumentiert. Impfzertifikate (=grüner Pass) werden danach automatisch aus diesen Eintragungen und ggf. weiteren Datenbanken erzeugt.

Nicht alle Eintragungen führen zur Erzeugung eines Zertifikates
  • In der EU nicht zugelassene Impfungen (Sputnik, Sinovac, etc) können zwar eingetragen werden, es wird aber kein Zertifikat erzeugt.
  • Erforderlicher Mindestabstand zwischen Dosis 1 und Dosis 2: 14 Tage
  • Erforderlicher Mindestabstand zwischen Dosis 2 und Dosis 3: 120 Tage
Dokumentation erste Impfserie
  • Comirnaty, Moderna, AstraZeneca: 1. Stich als Dosis 1 (D1), 2. Stich als Dosis 2 (D2)
  • Nach einer „Dosis 1“ von Janssen (Johnson&Johnson): 2. Stich als Dosis 2 (D2)

Bei der erweiterten Grundimmunisierung (zusätzliche Dosis) von Low-Respondern wird die zuletzt verabreichte Dosis wiederholt (wiederholtes Eintragen von z.B. D2)

Dokumentation 3. Impfung
  • Nach einer „Dosis 2“ von Comirnaty, Moderna, AstraZeneca: 3. Stich als Dosis 3 (D3)
  • Nach einer „Dosis 1“ von Janssen (Johnson&Johnson): 2. Stich als Dosis 2 (D2)
Impfungen von Genesenen

Die „Genesung“ ist keine Dosis! Unbedingt ausschließlich Impfungen dokumentieren -> 1. Impfung nach Genesung = D1

Wie entstehen die Impfzertifikate?

Impfzertifikate
  • 1/2 = 1 von 2: Dosis 1 erhalten, Dosis 2 ausständig
  • 2/2 = 2 von 2: Dosis 1 und Dosis 2 erhalten – Vollständige Grundimmunisierung. Aktuelle Gültigkeit des Zertifikates: 360 Tage ab Dosis 2
  • 1/1= 1 von 1: Dosis 1 erhalten – Vollständige Grundimmunisierung bei J&J oder Genesen (Infos siehe unten) und 1 Dosis. Beginn der Gültigkeit 22 Tage nach der ersten Dosis, Ende 270 Tage nach Dosis 1.
  • 3/3 = 3 von 3: Dosis 3 erhalten: erste Impfserie + 3. Dosis. Aktuelle Gültigkeit des Zertifikates: 360 Tage ab Dosis 3
  • Sonderfall:
    2/2 = 2 von 2: Dosis 1 J&J und weitere Dosis erhalten ODER Genesen + mit D1 geimpft + weitere Dosis erhalten. Entspricht in diesen Fällen erster Impfserie + 3. Dosis. Aktuelle Gültigkeit des Zertifikates: 360 Tage ab Dosis 2
Zertifikate bei Genesenen

Genesen, dann geimpft
Wenn positiver PCR Test im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) eingetragen wurde, wird das bei der Erstellung des Zertifikates automatisch berücksichtigt -> Erstellung eines Zertifikat 1/1 (statt 1/2) – gilt als abgeschlossene Grundimmunisierung.
Mindest-Impfabstand zwischen „Genesen“ und D1 für das Zertifikat „1/1“ ist 21 Tage

ACHTUNG: Genesung OHNE PCR Ergebnis im EMS (Erkrankung im Ausland, nur Antikörpernachweis, nur Schnelltest etc.) wird für die Erstellung des Zertifikates NICHT berücksichtigt und kann auch NICHT nacherfasst werden. In diesen Fällen ist zur Erstellung eines Impfzertifikates eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich.

Geimpft, dann genesen
In diesem Fall werden Impfzertifikate nicht neu ausgestellt

Dokumentation und Zertifikate bei im Ausland geimpften Personen

Im Ausland verabreichte Impfungen können und dürfen bei Vorliegen glaubhafter Impfnachweise in den E-Impfpass nachgetragen werden. Handelt es sich dabei um einen in der EU zugelassenen Impfstoff, wird bei Zutreffen der Voraussetzungen auch ein entsprechendes Impfzertifikat erzeugt. Bei nicht zugelassenen Impfstoffen ist ein Eintrag im e-Impfpass möglich, aber ohne Zertifikat.
Um in diesen Fällen ein Impfzertifikat zu erhalten, ist eine neuerliche Grundimmunisierung mit einem zugelassenen Impfstoff erforderlich. Zum Abstand der Impfserien gibt es keine Empfehlung, hier ist eine individuelle ärztliche Entscheidung zu treffen.

Wie dokumentiert ein niedergelassener Arzt in seiner regulären Software?

Die Impfung wird in der “normalen” Ordinations-Software als Leistung erfasst und so in den eImpfpass eingespielt. Voraussetzung ist das entsprechende e-Impfpass-Modul in der Ordinationssoftware, dessen Anschaffung vom Gesundheitsministerium finanziell gefördert wird.

Unabhängig von einer Ordinationssoftware gibt es auch eine Web-Eingabemöglichkeit in den e-Impfpass.

Wie dokumentiert ein Krankenhaus?

Über das normale KIS-System des Krankenhauses

Wie dokumentiert ein Arzt oder eine Impfstelle mittels Tablettlösung?

Über die Tablettlösung  “e-Impfdoc“, sehen Sie dazu folgendes Info-Video:

Die COVID-Impfungen werden aktuell vom Hersteller ohne DataMatrix-Code ausgeliefert, daher gibt es eine Seite der ELGA um diese auszudrucken.

Wie dokumentiert ein Arzt oder eine Impfstelle mittels Web-APP-Lösung von Notruf NÖ?

Die WebAPP einfach am Mobiltelefon oder Tablett unter www.impfung.at/app aufrufen und mittels Handysignatur einloggen. Bei erstmaligen LOGIN muss noch eine kurze Freischaltung durch Notruf NÖ erfolgen.

Berechtigt werden ausschließlich Impfärzte, wobei die Erfassung an mehreren Geräten gleichzeitig erfolgen kann. Der Arzt muss sich an allen Geräten einloggen.

Die Impferfassung läuft dann in drei Schritten ab:

  1. Eingabe der Sozialversicherungsnummer
  2. Scannen des Datamatrixcodes
  3. Eingabe ob 1. oder 2. Teilimpfung

Fertig !!

Die Scanfunktion erlaubt es, den Datamatrix Codes zum Impfstoff automatisch auszulesen und erspart dem Benutzer die manuelle Eingabe.

Die letzte Eingabe eines Impfstoffs kann durch den Button Wiederherstellen erneut verwendet werden.

Wo findet man den Datamatrix-Code für die Eingabe in den e-Impfpaß?

Hier KLICKEN um zur Seite mit den Datamatrixcodes zu gelangen.
Zum Scannen einfach ausdrucken …

Was passiert mit der Einverständniserklärung?

Der vom Impfkandidaten ausgefüllte  Aufklärungs- und Dokumentationsbogen (Einverständniserklärung) verbleibt beim Impfarzt.

Wie bekommt man eine Sozialversicherungsnummer?

Personen mit Meldeadresse in Österreich ohne österreichische Sozialversicherung  können eine Sozialversicherungsnummer bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zur Inanspruchnahme des e-Impfpasses und der Ausstellung eines Zertifikates beantragen.

Einfach eine E-Mail an vsstamm@oegk.at mit dem Betreff: „Beantragung SVNR für e-Impfpass“ senden. In der Email folgende Dinge mitsenden:

  • Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Nationalität, Wohnadresse
  • Als gescannte Dokumente: Lichtbildausweis bzw. Reisepass und Nachweis Ihres Wohnsitzes (Meldezettel)
  • Unterschrift auf einem formlosen weißen Blatt.

Die persönliche Sozialversicherungsnummer wird innerhalb eines Werktages zugewiesen.
ACHTUNG: Dieses Vorgehen begründet KEIN Versicherungsverhältnis, es wird auch KEINE e-Card ausgestellt.

Hier finden Sie spezielle Informationen für Impfstellen: