Impfung

Organisation einer Popup-Impfaktion

Neben den Impfstellen in Impfstraßen, Ordinationen und in Betrieben gibt es auch die Möglichkeit als Organisation (z.B. Gemeinde, Verein, Einkaufszentrum, Gewerbepark, Handelsbetrieb, …..) eine Popup-Impfaktion durchzuführen und temporär eine Impfstelle zu betreiben. Sollte die Impfaktion nur für Mitarbeiter/innen eines Unternehmens angeboten werden, handelt es sich dabei um eine betriebliche Impfaktion, nähere Informationen dazu finden Sie HIER.

Für Impfstellen im Rahmen von Impfaktionen gelten folgende Rahmenbedingungen:

  • Bei der geplanten Impfaktion sollten pro Tag und pro impfenden Arzt zumindest 100 oder mehr Personen geimpft werden.
  • Die durchführende Organisation (z.B. Gemeinde, Verein, Einkaufszentrum, Gewerbepark, Handelsbetrieb, …) benennt einen Impfkoordinator.
    • Dieser Impfkoordinator ist in weiterer Folge unser Ansprechpartner für die weitere Planung und Durchführung der Popup-Impfaktion.
    • Der lokale Impfkoordinator benötigt keine medizinische Ausbildung, grundlegendes medizinisches bzw. pharmazeutisches Wissen ist aber von Vorteil.
  • Die Organisation (z.B. Gemeinde, Verein, Einkaufszentrum, Gewerbepark, Handelsbetrieb, ..) muss gemeinsam mit dem Impfkoordinator die Popup-Impfaktion planen, durchführen und das erforderliche medizinische Personal für die Impftage selbst bereitstellen.
  • Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes wird mit dem lokalen Impfkoordinator rechtzeitig der mögliche Zeitraum und die Anzahl der Impfkapazität der Impfungen koordiniert. Je nach Bedarf und Impfstoff kann eine Impfaktion als einmalige Impfaktion (z.B für ein Wochenende) betrieben werden oder wiederkehrend.
  • Abhängig vom geplanten Impfstoff ergibt sich die Zeitspanne für die 2. Teilimpfung, die jedenfalls immer gleich mitgeplant werden muss. Die Zeiträume dafür bewegen sich derzeit zwischen 3 und 4 Wochen.
  • Eine Anmeldung der Impfwilligen für eine Popup-Impfaktion ist nicht vorgesehen, interessierte Personen kommen einfach vorbei.
  • Die Impfung muss verpflichtend im e-Impfpass dokumentiert werden, Informationen dazu finden Sie HIER

Wer darf impfen?

Jede Ärztin und jeder Arzt in Österreich, auch pensioniert und unabhängig von dessen Spezialgebiet, ist dazu berechtigt, die Impfung zu verabreichen. Auch Medizinstudentinnen und -studenten ist dies in einem strukturierten Setting unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht ebenfalls erlaubt. Zusätzlich dürfen auch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie Rettungssanitäterinnen und -sanitäter nach einer schriftlichen ärztlichen Anordnung und Anwesenheit eines Arztes Covid-19 Impfungen verabreichen. Sie können also ihre Impfung individuell mit lokalen Ärzten, Arbeitsmedizinern, ihrer Rettungsorganisation oder anderen Fachkräften planen.

Wie und wie lange kann der Impfstoff gelagert werden?

Alle verwendeten Impfstoffe müssen bei ihnen durchgehend bei 2-8° Celsius gelagert werden. Dazu ist ein handelsüblicher Kühlschrank grundsätzlich ausreichend, eine Temperaturüberwachung mittels Thermologger, etc. ist wünschenswert, jedenfalls muss die durchgehende Kühlung dokumentiert werden. Abhängig vom Impfstoff beträgt die Haltbarkeit ab Auslieferung mindestens 30 Tage.

Wer muss bzw. darf die Impfaufklärung durchführen?

Die Aufklärung ist eine ärztliche Aufgabe. Es empfiehlt sich den zu impfenden Personen bereits im Vorfeld den Standard-Aufklärungs- und Einwilligungsbogen sowie Informationen zur Impfung auszuhändigen und ausfüllen zu lassen. Falls hier noch Fragen offen bleiben können diese vor Ort vom Arzt beantwortet werden.

Wie viele Personen können pro Stunde geimpft werden?

Nach unserer Erfahrung sind mit einem Impfteam von 3 Personen (Administration und Eintragung in den e-Impfpass, Aufziehen und Vorbereiten der Impfungen, Durchführung der Impfung) etwa 30 Person pro Stunde möglich. Durch den Einsatz mehrerer Impfteams lässt sich die Anzahl für große Impfaktionen natürlich erhöhen.

Welches Material ist erforderlich?

Mit der Impfung werden alle unmittelbar erforderlichen medizinischen Verbrauchsmaterialien mitgeliefert (Spritzen, Nadeln, etc.). Andere Materialien wie persönliche Schutzausrüstung, Hände- und Hautdesinfektionsmittel, Pflaster, Abwurfbehälter für Spitzmüll, medizinische Notfallausrüstung etc. müssen durch die Impfstelle bzw. den verantwortlichen Arzt zur Verfügung gestellt werden. Hierzu können Sie sich unter anderem an die Lohmann & Rauscher GmbH wenden (bestellung.l+r@at.lrmed.com; Tel.:+431 576 70 400).

Nicht angebrochene Impfstoff-Vials und das nicht verbrauchte mitgelieferte Material (Spritzen,…) muss je nach Vereinbarung zeitnah retourniert werden!

In welchen Räumlichkeiten kann geimpft werden?

Grundsätzlich sind alle sauberen Räume oder Gebäude für Impfungen geeignet, z.B. Schulen, Veranstaltungssäle, etc.

Wann erfolgt die Anlieferung des Impfstoffes?

In der Regel am Nachmittag des Vortages der Impfaktion bzw. des ersten Impftages. Keine Anlieferungen erfolgen an Sonn- und Feiertagen.

Wie kann die Abrechnung bzw. Bezahlung des Personals abgewickelt werden?

Es werden grundsätzlich nur Personalkosten abgegolten, keine Kosten für Lokalität, etc.

Bei der Beschäftigung des Impfpersonals, beispielsweise Ärzten, medizinischem Personal (DGKP, Sanitäter) und etwaigem externen administrativen Personal sind die allgemeinen arbeitsrechtlichen, sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Beschaffung, Auftragsabwicklung, eventuelle Anstellung und Entlohnung des Personals sowie die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungenobliegen den lokalen Organisatoren.

Möglichkeit 1: Impfaktion Verrechnung Sozialversicherungsträger

Der Impfarzt meldet für die Dauer der Impfaktion eine Zweitordination an und verrechnet gemäß den Richtlinien Einzelstiche. Von diesem Stichhonorar sind alle restlichen Aufwendungen zu bestreiten.

Möglichkeit 2: Impfaktion Verrechnung Land Niederösterreich

Wenn die Impfaktion nicht als Zweitordination des Impfarztes abgewickelt wurde, kann die Organisation die Personalkosten entsprechend der Richtlinie des COVID-19-Zweckzuschussgesetzes beim Land NÖ gesammelt zur Verrechnung anmelden. Dabei können für das Personal maximal die Höchststundensätze von 150 € / Stunde für Ärzte, 90 € / Stunde für Turnusärzte, 55 € / Stunde für medizinisches Personal und 25 € / Stunde für sonstiges externes Personal ersetzt werden. In den Höchststundensätzen sind alle gesetzlichen Abgaben und sozialversicherungsrechtlichen Beiträge enthalten. Eine Abrechnung kann jeweils einmal im Monat erfolgen. Die durchführende Organisation wird ersucht, die Abteilung Sanitäts- und Krankenanstaltenrecht unter impfung.gs4@noel.gv.at zu kontaktieren, um Informationen über die Abrechnungsmodalitäten zu erhalten.

Wo melde ich mich, wenn ich eine Impfaktion organisieren möchte?

Senden Sie einfach untenstehendes Kontaktformular an uns. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen via Email. Danke!

Bitte beachten Sie, dass es aus logistischen Gründen unbedingt notwendig ist, zumindest zwei Wochen vor der geplanten Impfaktionen die Abstimmung mit uns erfolgen muss. Nur so kann garantiert werden, dass auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung gestellt werden kann.


Kontaktformular:


    Hier finden Sie spezielle Informationen für Impfstellen: