Impfung

Impfung: Fragen & Antworten zum Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer

Wie wird der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer verabreicht?

Der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer wird als Injektion in den Oberarm verabreicht.

Wie oft muß die Impfung durchgeführt werden?

Die Ersimmunisierung mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer wird in zwei Teilimpfungen im Abstand von 3-6 Wochen verabreicht. Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie HIER.

Können für die Teilimpfungen bei einer Person Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller verwendet werden?

Nein, beide Teilimpfungen müssen mit dem selben Impfstoff durchgeführt werden

Welche Personengruppen sollen sich aktuell nicht mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer impfen lassen?

  • Für Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren ist aktuell keine Impfung vorgesehen.
  • Wenn Sie bereit schwere allergische Reaktionen hatten, sollten Sie vorerst keine Impfung erhalten

Hinweise für Kinder unter 12 Jahren:

Es gibt keinen Hinweis daß der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer für Kinder unsicher ist. Aber bevor dieser Impfstoff für Kinder unter 12 Jahre angeboten werden kann, sind noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Diese Vorgehensweise ist bei jeder neuen Medikamentenzulassung üblich.

Hinweise für Schwangere, stillende Mütter, Frauen im gebärfähigen Alter und Frauen die eine Schwangerschaft planen:

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen bei Schwangeren vor, diese ließen ausnahmslos keine Auffälligkeiten erkennen.

Insbesondere zu mRNA-Impfstoffen wurden mittlerweile Daten publiziert, weshalb bei der Impfung von Schwangeren mRNA-Impfstoffe zu bevorzugen sind. Schwangere haben ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19.

Nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung kann demnach die Impfung gegen COVID-19 mit einem mRNA-Impfstoff bei Schwangeren vorgenommen werden. Es handelt sich dabei um eine off label-Anwendung, auf die dokumentierter Maßen hingewiesen werden sollte. Ein Verschieben der Impfung in das 2. oder 3. Trimenon als Vorsichtsmaßnahme ist angezeigt, um theoretischen Bedenken zu entgegnen.

Ein routinemäßiger Schwangerschaftstest ist vor einer Impfung nicht notwendig. Im Falle einer rund um eine Impfung eingetretenen Schwangerschaft ergibt sich daraus keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Die Schwangerschaft ist auch nicht als Risikogravidität einzustufen.

Aus aktuellen Erkenntnissen ist die COVID-19-Impfung von Stillenden mit mRNA-basierten Impfstoffen nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung empfohlen, denn diese

  • weist eine gleichwertige Antikörperbildung und ein ähnlich geringes Nebenwirkungsprofil wie in der Schwangerschaft und bei nicht-schwangeren Frauen auf.
  • kann eine Nestimmunität hervorrufen, da impfinduzierte Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen werden können.
  • erfordert keine Stillpause oder -verzicht, da die mRNA des Impfstoffes nicht in der Muttermilch nachgewiesen werden konnte.

Welche Nebenwirkungen der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer?

Die meisten Nebenwirkungen sind mild und von kurzer Dauer. Diese sind:

  • Schmerzen im Bereich der Einstichstelle
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskel-und Gelenkschmerzen
  • In einigen wenigen Fällen kann auch kurzfristig Fieber auftreten

Sehr seltene Nebenwirkungen (seltener als 1:10.000) könnten auch erst nach der Zulassung des Impfstoffes und der Impfung einer hohen Anzahl an Personen erstmalig auftreten. Außergewöhnliche Nebenwirkungen können von Ärzten, Patienten und Anwendern an das BASG – Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen gemeldet werden.

Gibt es allergische Reaktionen auf den Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer?

In seltenen Fällen kann es zu ernsten allergischen Reaktionen kommen.  Das hat bisher nur einige wenige Personen betroffen, die bereits schwere allergische Sofortreaktionen auf Medikamente oder Lebensmittel gehabt haben. Diese Personen sollten vorerst keine Corona-Schutzimpfung erhalten. Erkrankungen die durch Pollen („Heuschnupfen“) verursacht werden oder Kontaktallergien stellen kein erhöhtes Risiko dar. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Arzt beraten.
Mögliche schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen treten innerhalb von wenigen Minuten nach der Impfung auf. Die Impfstellen sind für die Behandlung dieser Nebenwirkungen ausgestattet.

Wie sicher ist der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer?

Ein Impfstoff wird erst nach umfassender Überprüfung für die Bevölkerung zugelassen (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine anhaltende Beobachtung zur Erfassung von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

Wie effektiv ist der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer?

Ungefähr eine Woche nach der 2. Teilimpfung sind die meisten Personen vor einem schweren COVID-Krankheitsverlauf geschützt.