Impfung

Impfung: Impfstrategie

Die Impfstrategie ist bundesweit einheitlich und richtet sich vor allem uch nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe. Wegen der teils komplexen Lagerungsbedingungen der Impfstoffe und Mehrdosenbehältnisse kann es in der organisatorisch-logistischen Umsetzung vorkommen, dass von der medizinisch-fachlichen Priorisierung abgewichen wird.

Das erklärte Ziel ist eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in allen Personengruppen zu erreichen, für die die Impfung empfohlen ist. Je höher die Durchimpfungsrate, desto mehr schwere Verlaufsformen und Todesfälle können vermieden werden. Dabei zählt jede und jeder, die/der sich impfen lässt.

Wer festgelegt, wann die unterschiedlichen Alters-, Risiko- oder Berufsgruppen dran ist?

Der vom Gesundheitsministerium verordnete Nationale Impfplan richtet sich im Wesentlichen nach der Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums zur Priorisierung der Corona-Schutzimpfungen.

Wie sieht der Nationale Impfplan aus?

Weitere detaillierte Information, wie etwa die Priorisierung des Nationalen Impfgremiums oder die Anwendungsempfehlung des Nationalen Impfgremiums sind auf der Website des BMSGPK im Bereich Fachinformationen abrufbar. 

Wie ist der aktuelle Stand der Impfungen in Niederösterreich?

  • Phase 1: in NÖ abgeschlossen
  • Phase 2: in NÖ abgeschlossen
  • Phase 3: in NÖ aktuell im Laufen (geimpft oder mit Impftermin)
  • Phase 4: in NÖ aktuell im Laufen (Auffrischungsimpfungen)

Warum soll ich mich impfen lassen?

Durch die Impfung sind Sie mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung geschützt. Durch die Impfung tragen Sie dazu bei, die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems zu reduzieren. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller können die Maßnahmen, die derzeit unser tägliches Leben einschränken, reduziert werden.

Klicken Sie HIER für unsere Infoseite „Zehn Gründe für eine Impfung

Ist die Impfung kostenfrei?

Ja, es gibt einen kostenfreien Impfstoff für alle Menschen in Österreich, die sich impfen lassen wollen.

Gibt es eine gesetzliche Verpflichtung zur Impfung?

Nein, es gibt keine gesetzliche Impfpflicht. 

Ich war an COVID-19 erkrankt. Soll ich mich trotzdem impfen lassen?

Ja, sobald Sie gesund sind und keine behördliche Absonderung vorliegt, können Sie sich impfen lassen. Die Impfung ist auch für Personen empfohlen die an COVID-19 erkrankt waren.

Kann ich durch die Impfung an COVID-19 erkranken?

Nein, durch den Impfstoff kann man nicht an COVID-19 erkranken. 

Wie wird die Impfung dokumentiert?

Die Impfung wird in den elektronischen Impfpass eingetragen, der ein Teil der elektronischen Gesundheitsakte ELGA ist.

Ich bin von der elektronischen Gesundheitsakte ELGA abgemeldet („Opt Out“). Wird die Impfung trotzdem elektronisch gespeichert?

Ja, die Teilnahme am elektronischen Impfpass ist verpflichtend, eine Abmeldung vom eImpfpass ist nicht möglich.

Wer kann auf die Daten des e-Impfpass zugreifen? Erfährt mein Arbeitgeber oder andere Einrichtungen meinen Impfstatus?

Nein, der Zugriff auf diese Daten haben nur Sie selbst und Gesundheitseinrichtungen, mit denen derzeit ein Behandlungsvertrag besteht (z.B. der Hausarzt). 

Wann ist eine Corona-Auffrischungsimpfung nötig?

Die meist gestellten Fragen zur Auffrischungsimpfung haben wir hier auf einer eigenen Webseite unter www.auffrischung.at zusammengefasst und beantwortet.

Was ist das Nationale Impfgremium?

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit drei Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Nationale Impfgremium hat schon bisher in der Coronakrise sehr umsichtig, wissenschaftlich fundiert und wohl überlegt seine Empfehlungen ausgesprochen, die sich teilweise auch von Richtlinien und Meinungen ähnlicher Gremien (anderer Staaten) bewußt unterschieden haben. Nicht zuletzt dieses besonnene Vorgehen unseres NIG hat maßgeblich zum Erfolg unserer Impfkampagne in Niederösterreich beigetragen.