Impfung

Impfung: Impfstrategie

Die Impfstrategie ist bundesweit einheitlich und richtet sich nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe. Die Freigabe der einzelnen Phasen und innerhalb der Phasen der einzelnen Bereich erfolgt ausschließlich durch das Gesundheitsministerium.

Das erklärte Ziel ist eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in den Personengruppen zu erreichen, für die die Impfung empfohlen ist. Je höher die Durchimpfungsrate, desto mehr schwere Verlaufsformen und Todesfälle können vermieden werden. Dabei zählt jede und jeder, die/der sich impfen lässt. 

Phase 1: in NÖ aktuell im Laufen

  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Alten- und Pflegeheimen
  • Personal im Gesundheitsbereich mit hohem Expositionsrisiko
    • in Krankenhäusern

Danach gemäß Freigabe des Gesundheitsministeriums Zug um Zug erweitert um:

  • Personal im Gesundheitsbereich mit hohem Expositionsrisiko
    • Ordinationen bestimmter Fachrichtungen, Zahnärzte und Ordinationspersonal
    • Rettungsdienst und das testende Personal (Abstrichnahme)
  • Personen sehr hohen Alters (Generation 80+)
    • Einrichtungen mit 80+ Bewohnern, die formal keine Heime sind (div. betreutes Wohnen, Pflegekloster, Tagesbetreuungsstätten, etc…)
  • Hochrisikogruppen (Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit besonders hohem Risiko)
  • Mobile Pflegedienste

Phase 2: unmittelbar nach Phase 1

zusätzlich zu Gruppen der Phase 1:

  • Personal im Sozial- und Gesundheitsbereich mit mittlerem Expositionsrisiko
  • Ordinationen aller Fachrichtungen
  • Gesundheits- und Sozialeinrichtungen
  • Personen in kritischer Infrastruktur (Polizei, Feuerwehr, Schlüsselpersonal, ..)
  • Risikogruppen (Erweiterte Altersgruppen und Personen mit definierten Vorerkrankungen)
  • Personen höheren Altes (Generation 65+)
  • Bildungseinrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kinderbetreuung, …)
  • Bestimmte Kultureinrichtungen

Phase 3: erwarteter Beginn im 2. Quartal

zusätzlich zu Gruppen der Phase 1+2:

  • Allgemeinbevölkerung in Reihenfolge gemäß der Empfehlung zur Priorisierung des Nationalen Impfgremius

Wer hat das so festgelegt?

Der Impfplan richtet sich nach der Empfehlungen des Nationalen Impfgremius zur Priorisierung der Corona-Schutzimpfungen.

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit 3 Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Was passiert mit Impfstoff der bei einer Impfaktion „überbleibt“?

Der zur Verfügung stehende und vorbereitete Impfstoff ist unter allen Umständen komplett zu verimpfen. Der Impfstoff ist zu kostbar, als dass er auf Grund der begrenzten Haltbarkeit verworfen werden sollte.

Wenn im Rahmen einer lokalen Impfaktion am Ende Impfstoff überbleibt (weil z.B. Personen nicht erschienen sind) und dieser Impfstoff nicht weiter gelagert werden kann oder darf, dann kann er vor Ort auch an einen Personenkreis verimpft werden, der eigentlich (noch) nicht für die Impfung vorgesehen ist. Beispiel sind zB anwesende Angehörige, Impfteams, nicht angemeldete Personen die dann doch wollen, ….