Impfung

Impfung: Impfstrategie

Die Impfstrategie ist bundesweit einheitlich und richtet sich vor allem uch nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe. Wegen der teils komplexen Lagerungsbedingungen der Impfstoffe und Mehrdosenbehältnisse kann es in der organisatorisch-logistischen Umsetzung vorkommen, dass von der medizinisch-fachlichen Priorisierung abgewichen wird, insbesondere um Impfstoff-Verwurf zu vermeiden. 

Das erklärte Ziel ist eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in den Personengruppen zu erreichen, für die die Impfung empfohlen ist. Je höher die Durchimpfungsrate, desto mehr schwere Verlaufsformen und Todesfälle können vermieden werden. Dabei zählt jede und jeder, die/der sich impfen lässt.

Wer festgelegt, wann die unterschiedlichen Alters-, Risiko- oder Berufsgruppen dran ist?

Der vom Gesundheitsministerium verordnete Nationale Impfplan richtet sich im Wesentlichen nach der Empfehlungen des Nationalen Impfgremius zur Priorisierung der Corona-Schutzimpfungen.

Was ist das Nationale Impfgremium?

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit drei Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Wie sieht der Nationale Impfplan aus?

Weitere detaillierte Information, wie etwa die Priorisierung des Nationalen Impfgremiums oder die Anwendungsempfehlung des Nationalen Impfgremiums sind auf der Website des BMSGPK im Bereich Fachinformationen abrufbar. 

Wie ist der aktuelle Stand der Impfungen in Niederösterreich?

  • Phase 1: in NÖ abgeschlossen
  • Phase 2: in NÖ abgeschlossen
  • Phase 3: in NÖ aktuell im Laufen (geimpft oder mit Impftermin)

Was passiert mit Impfstoff der bei einer Impfaktion „überbleibt“?

Der zur Verfügung stehende und vorbereitete Impfstoff ist unter allen Umständen komplett zu verimpfen. Der Impfstoff ist zu kostbar, als dass er auf Grund der begrenzten Haltbarkeit verworfen werden sollte.

Wenn im Rahmen einer lokalen Impfaktion am Ende Impfstoff überbleibt (weil z.B. Personen nicht erschienen sind) und dieser Impfstoff nicht weiter gelagert werden kann oder darf, dann kann er vor Ort auch an Personen verimpft werden, die eigentlich (noch) keinen Termin oder einen späteren Termin für eine Impfung haben.