Impfung

Impfung: Fragen & Antworten zum Impfstoff Moderna

Wie wird der Impfstoff von Moderna verabreicht?

Der Impfstoff ist nur zur intramuskulären Injektion, bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms, vorgesehen.

Wie oft muß die Impfung durchgeführt werden?

Der Impfstoff wird in zwei Dosen (zu je 0,5 ml) verabreicht. Es wird empfohlen, die zweite Dosis 28-42 Tage nach der ersten Dosis zu verabreichen, bei allen neu vergebenen Terminen nach 6 Wochen. Ob und wie oft eine Auffrischungsimpfung erforderlich sein wird, ist noch nicht bekannt.

Können für die Teilimpfungen bei einer Person Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller verwendet werden?

Nein, beide Teilimpfungen müssen mit dem selben Impfstoff durchgeführt werden.

Welche Personengruppen sollen sich aktuell nicht mit dem Impfstoff von Moderna impfen lassen?

  • Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist aktuell keine Impfung vorgesehen.
  • Wenn Sie bereits schwere allergische Reaktionen gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes von Moderna hatten, sollten Sie vorerst keine Impfung erhalten

Hinweise für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von COVID-19 Vaccine Moderna bei Kindern und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor. Aber bevor dieser neue Impfstoff für Kinder und Jugendliche angeboten werden kann, sind noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Diese Vorgehensweise ist bei jeder neuen Medikamentenzulassung üblich.

Hinweise für Schwangere, stillende Mütter, Frauen im gebärfähigen Alter und Frauen die eine Schwangerschaft planen:

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen bei Schwangeren vor, diese ließen ausnahmslos keine Auffälligkeiten erkennen.

Insbesondere zu mRNA-Impfstoffen wurden mittlerweile Daten publiziert, weshalb bei der Impfung von Schwangeren mRNA-Impfstoffe zu bevorzugen sind. Schwangere haben ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19.

Nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung kann demnach die Impfung gegen COVID-19 mit einem mRNA-Impfstoff bei Schwangeren vorgenommen werden. Es handelt sich dabei um eine off label-Anwendung, auf die dokumentierter Maßen hingewiesen werden sollte. Ein Verschieben der Impfung in das 2. oder 3. Trimenon als Vorsichtsmaßnahme ist angezeigt, um theoretischen Bedenken zu entgegnen.

Ein routinemäßiger Schwangerschaftstest ist vor einer Impfung nicht notwendig. Im Falle einer rund um eine Impfung eingetretenen Schwangerschaft ergibt sich daraus keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Die Schwangerschaft ist auch nicht als Risikogravidität einzustufen.

Aus aktuellen Erkenntnissen ist die COVID-19-Impfung von Stillenden mit mRNA-basierten Impfstoffen nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung empfohlen, denn diese

  • weist eine gleichwertige Antikörperbildung und ein ähnlich geringes Nebenwirkungsprofil wie in der Schwangerschaft und bei nicht-schwangeren Frauen auf.
  • kann eine Nestimmunität hervorrufen, da impfinduzierte Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen werden können.
  • erfordert keine Stillpause oder -verzicht, da die mRNA des Impfstoffes nicht in der Muttermilch nachgewiesen werden konnte.

Welche Nebenwirkungen hat der Impfstoff von Moderna?

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Schwellung in der Achselhöhle
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und -steife
  • Schmerzen oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Sehr starke Müdigkeit
  • Schüttelfrost
  • Fieber

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Hautausschlag, Rötung oder Nesselsucht an der Injektionsstelle

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen)

  • Juckreiz an der Injektionsstelle

Die Mehrzahl der Nebenwirkungen war von leichtem bis moderatem Schweregrad und ging üblicherweise binnen weniger Tage nach der Impfung wieder vollständig zurück. Lokale und systemische Nebenwirkungen wurden nach Dosis 2 häufiger berichtet als nach Dosis 1. Bei älteren Erwachsenen (≥ 65 Jahre) war die Reaktogenität generell milder und wurde weniger häufig berichtet.

Gibt es allergische Reaktionen auf den Impfstoff von Moderna?

In seltenen Fällen kann es zu ernsten allergischen Reaktionen kommen.  Das hat bisher nur einige wenige Personen betroffen, die bereits schwere allergische Sofortreaktionen auf Medikamente oder Lebensmittel gehabt haben. Diese Personen sollten vorerst keine Corona-Schutzimpfung erhalten.

Erkrankungen die durch Pollen („Heuschnupfen“) verursacht werden oder Kontaktallergien stellen kein erhöhtes Risiko dar. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Arzt beraten. Mögliche schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen treten innerhalb von wenigen Minuten nach der Impfung auf. Die Impfstellen sind für die Behandlung dieser Nebenwirkungen ausgestattet.

Wie sicher ist der Impfstoff von Moderna?

Ein Impfstoff wird erst nach umfassender Überprüfung für die Bevölkerung zugelassen (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine anhaltende Beobachtung zur Erfassung von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen.

Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden. Die Sicherheitsdaten aus allen Studien zeigen ein sehr gutes Sicherheitsprofil. Keine schweren Impfreaktionen. Impfreaktionen waren u.a. Schmerzen an der Impfstelle und systemisch vorwiegend Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, fiebriger Zustand.

Wie effektiv ist der Impfstoff von Moderna?

COVID-19 Vaccine Moderna wurde bei 30.351 Personen ab 18 Jahren, darunter 3.768 Probanden im Alter ab 65 Jahren, untersucht. Die Wirksamkeit von COVID-19 Vaccine Moderna bei älteren Probanden (≥ 65 Jahre) war mit der Wirksamkeit bei jüngeren erwachsenen Probanden (18–64 Jahre) konsistent. Die Wirksamkeit zur Verhinderung symptomatischer, laborbestätigten Erkrankung lag bei rund 90%. Die Verhinderung von schweren Fällen (Pneumonien, Hospitalisierung, ICU, Tod) lag bei 100%.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs in Bezug auf die Vermeidung von COVID-19 betrug ungeachtet einer früheren SARS-CoV-2-Infektion (nachgewiesen mittels Baseline-Serologie und Untersuchung einer Nasopharyngealabstrich-Probe) ab 14 Tage nach Dosis 2 93,6 %. Bei den geimpften Personen besteht bis 14 Tage nach der zweiten Dosis unter Umständen kein vollständiger Schutz.