Impfung

Impfung – Terminbuchung

Die Buchung eines Impftermins in einem Impfzentrum ist ganz einfach über unsere Buchungsplattform möglich (großer roter Button)

Kann man sich auch direkt beim Arzt einen Impftermin ausmachen?

Ja, eine Terminvereinbarung ist gerne auch direkt in einer Arztordination möglich, unabhängig von unserer Terminbuchungsplattform. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte direkt an Ihren lokalen niedergelassenen Arzt. Sie können mit Hilfe des gelben Button nach Impfärzten in einem Postleizahlgebiet suchen.



Wer kann einen Impftermin für die 1. oder 2.Teilimpfung buchen?

ALLE Personen über 5 Jahre, die in Niederösterreich leben oder arbeiten, können jederzeit Impftermine für eine Corona-Schutzimpfung buchen. Es stehen Termine für Personen 5 Jahre und älter in Impfstellen in ganz Niederösterreich zur Buchung zur Verfügung.

Wie wird eine 2.Teilimpfung gebucht?

Buchen Sie sich selbst die zweite Teilimpfung ganz flexibel gemäß Ihren Bedürfnissen, beachten Sie dazu den vom Hersteller empfohlenen Abstand zwischen den beiden Teilimpfungen von 21 bis 42 Tagen. Die zweite Teilimpfung kann auch bei einer anderen Impfstelle oder an einem anderen Wochentag bzw. zu einer anderen Uhrzeit als die Erstimmunisierung stattfinden.

In welchem Abstand soll die 3.Impfung erfolgen?

Eine 3. Dosis ist bei allen Personen über 18 Jahre frühestens vier Monate nach der 2. Impfung möglich und sechs Monate danach empfohlen. Für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahre ist die 3.Dosis nach sechs Monaten empfohlen und möglich.

Wer soll wann eine 4.Impfung (Auffrischungsimpfung) bekommen ?

Bei Personen ab 65 Jahren und Risikopersonen (ab 12 Jahre) ist eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) frühestens vier Monate, jedenfalls aber ab sechs Monate nach der Grundimmunisierung (3. Impfung) empfohlen.

Eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) für gesunde, immunkompetente Personen unter 65 Jahre wird derzeit vom Nationalen Impfgremium noch nicht allgemein empfohlen. Auf persönlichen Wunsch kann dennoch JEDER (off-label) eine Auffrischungsimpfung (4. Impfung) verabreicht bekommen, frühestens ab vier Monate, besser ab sechs Monate nach der Grundimmunisierung (3. Impfung) . 

Wo können Kinder geimpft werden?

Kinder-Impftermine finden im niedergelassenen Bereich, bei Kinderärzten und in unseren NÖ-Impfzentren statt.

Zahlreiche niedergelassene Ärzte und Kinderärzte impfen im Rahmen ihrer laufenden Impftätigkeit auch Kinder ab fünf Jahre. Fragen Sie diesbezüglich auch gerne direkt bei Ihrem Arzt nach. Durch korrekte Eingabe des Kindesalters bei der Terminbuchung werden nur die Impftermine für Kinder angezeigt. Kinder ab 12 Jahre können jedenfalls in allen “normalen” Impfstellen geimpft werden.

Sollen sich genesene Personen mit überstandener COVID-Infektion impfen lassen?

Ja, die Empfehlung des Nationale Impfgremiums für Personen nach labordiagnostisch gesicherter SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt eine Dosis ab etwa vier Wochen nach der Infektion oder Genesung von der Erkrankung. Geeignet sind alle Impfstoffe!

Impfung nach Infektion

Genesene, die eine Impfung erhalten haben, sollen gemäß der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums wie mit zwei Dosen geimpfte Personen angesehen werden. Sie bekommen eine weitere Impfung ab 6 Monaten nach der Impfung erhalten.

Tritt eine Infektion innerhalb von 20 Tagen oder weniger vor oder nach einer Impfung gegen COVID-19 auf, wird diese nicht als eigenständiges immunologisches Ereignis, sondern ist zusammen mit der Impfung zu werten. Ab 21 Tagen Abstand wird die PCR gesicherte Infektion als getrenntes immunologisches Ereignis betrachtet.

Infektion zwischen erster und zweiter Dosis

Wenn es im Intervall zwischen 1. und 2. Impfung innerhalb von bis zu 20 Tagen nach der 1. Impfung zu einer Infektion kam, soll ab 4 Wochen nach Genesung die 2. Impfung erfolgen (off-label). Eine weitere, 3. Impfung wird ab 6 Monate nach der 2. Impfung empfohlen. 

Infektion nach zwei Impfungen

Kommt es nach den ersten beiden Impfungen zu einer Infektion, dann wird eine 3. Impfung kurz vor Ende von 180 Tage nach Genesung bzw. 6-9 Monate nach der 2. Impfung empfohlen. 

Welcher Impfstoff kommt wo zum Einsatz?

Es werden die Impfstoffe von Pfizer/Biontech , Moderna und Novavax verwendet. Ab der 3.Dosis kommen ausschließlich Pfizer/Biontech und Moderna zum Einsatz, unabhängig davon, welche Produkte im Rahmen der primären Impfserie verabreicht wurden, wobei nach Möglichkeit und Verfügbarkeit eine homologe Impfserie (gleicher Impfstoff bei allen Impfungen) durchgeführt wird. Kinder und Jugendliche bekommen ausschließlich den Impfstoff von Pfizer/Biontech.

Sie bekommen in jedem Fall einen Impfstoff, der für ihre individuelle Situation vom  Nationalen Impfgremium  vorgesehen und empfohlen ist.

Wie werden die Impftermine gebucht?

Um Ihnen bei der Terminwahl maximale Flexibilität zu gewährleisten, ist generell eine Buchung von Einzelterminen vorgesehen.

Im Rahmen der ersten Impfserie sind zwei Teilimpfungen erforderlich. Buchen Sie Ihre zweite Teilimpfung bitte in einem zweiten separaten Schritt. Beachten Sie dazu den vom Hersteller empfohlenen Abstand zwischen den beiden Teilimpfungen von 21 bis 42 Tagen.

Für wie viele Personen kann gleichzeitig gebucht werden?

Sie können in einem Buchungsschritt für bis zu drei Personen gleichzeitig buchen. Eine Buchungsbestätigung, der Impfaufklärungsbogen und weitere Informationen werden dann via Email zugeschickt.

Wie kann man einen gebuchten Termin ändern oder wieder absagen?

In Ihrem Bestätigungsemail haben Sie einen entsprechenden blauen Button “Meine Termine verwalten”. Mit diesem Link können Sie selbst Ihre Buchung verwalten und auch Buchungen wieder absagen. Sie können Sie sich selbst jederzeit einen neuen Impftermin buchen.

Was muss man zum Impftermin mitbringen?

  • Impfticket (Ausdruck oder am Smartphone) – dieses erhalten Sie nach erfolgreicher Buchung zum Download und per E-Mail
  • E-Card und Lichtbildausweis
  • Impfpass (soweit vorhanden und Sie eine Eintragung wünschen)
  • Aufklärungs- und Dokumentationsbogen

Wo findet man den Aufklärungs- und Dokumentationsbogen?

Sie können den entsprechenden Aufklärungs- und Dokumentationsbogen hier herunterladen und bereits ausgefüllt zu Ihrer Impfung mitbringen.

Was ist, wenn alle Impftermine bereits vergeben sind?

Es werden je nach Bedarf laufend weitere Impftermine freigeschaltet, je nachdem wieviel Impfstoff tatsächlich zur Verfügung steht und wie die Kapazitäten der Impfstellen am jeweiligen Tag sind. Schauen Sie immer wieder auf unserer Buchungsplattform vorbei.

Gerne können Sie auch zu einem der zahlreichen Impftermine ohne Anmeldung in den NÖ-Impfzentren, den NÖ-Impfbussen oder bei lokalen Impfaktionen vorbeikommen um sich Ihre Impfung abzuholen.

Welche Daten muss man bei der Terminbuchung eingeben?

Um einen Termin buchen zu können, sollte man die persönlichen Daten wie Name, Adresse, Versicherungsnummer und seine Erreichbarkeiten (Email/Telefonnummer) bereit halten, diese werden bei der Eingabe benötigt.

Wo wird man geimpft?

Derzeit können Sie jederzeit auch ohne Anmeldung impfen kommen.

Aktuell sind keine Terminbuchungen nötig, aber gerne möglich.

Natürlich können Sie gerne Ihren persönlichen Impftermin buchen, aber auf Grund der geringen Nachfrage ist derzeit eigentlich keine Terminbuchung nötig. Es gibt in allen Impfstellen ausreichend Impfstoff.

Kommen Sie einfach zu den Öffnungszeiten in ein Landesimpfzentrum, zu einem Impfbus oder wenden Sie sich direkt an Ihren Arzt. Dort ist eine Corona-Schutzimpfung für Sie jederzeit möglich, egal welche.

Vorerkrankungen und Umstände, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 bedingen können  

  • Schwangerschaft
  • Trisomie 21 
  • Personen mit Demenz, intellektuellen oder körperlichen Behinderungen in und außerhalb von Betreuungseinrichtungen 
  • Adipositas (BMI ≥30) 
  • Funktionelle oder strukturelle Lungenerkrankungen, die eine dauerhafte tägliche medikamentöse Therapie benötigen wie z.B. COPD, Asthma bronchiale, Mukoviszidose 
  • Funktionelle oder strukturelle Herzerkrankungen, die eine dauerhafte tägliche medikamentöse Therapie benötigen wie z.B. Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie 
  • Krebserkrankung 
  • Immundefizienz oder Erkrankung, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden muss wie z.B. mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat, Azathioprin, Methotrexat, Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose) oder Knochenmarkstransplantation innerhalb der letzten 2 Jahre 
  • Organtransplantation innerhalb des letzten Jahres oder geplante Organtransplantation (auf Warteliste gelistet) oder bei Graft vs. Host-Disease 
  • HIV-Infektion 
  • Chronische Nierenerkrankungen mit Einschränkung der Nierenfunktion 
  • Chronische Lebererkrankungen mit Einschränkung der Leberfunktion 
  • Diabetes mellitus 
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex und andere chronische neurologische Erkrankungen 
  • Chronische entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und rheumatische Erkrankungen 
  • Psychiatrische Erkrankungen (z.B. bipolare Störung, Schizophrenie und schwere Depression) 
  • Sonstige Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den hier gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen 

Was ist das Nationale Impfgremium?

Beim Nationalen Impfgremium handelt es sich um eine Kommission laut §8 Bundesministeriengesetz zur fachlichen Beratung des für Gesundheit zuständigen Ministers. Es setzt sich aus Expertinnen und Experten, die jeweils einen oder mehrere der folgenden fachlichen Bereiche abdecken, zusammen: Allgemeinmedizin, Arzneimittelzulassung, Epidemiologie, Immunologie, Infektiologie, Mikrobiologie, öffentliche Gesundheit, Pädiatrie, Pharmakovigilanz, Präventivmedizin, Public Health, Reise-/Tropenmedizin, schulärztlicher Dienst, Vakzinologie, Virologie, sowie Bedienstete der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums und Vertreter der Landessanitätsdirektionen.

Alle Mitglieder des Nationalen Impfgremiums verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Erfahrung im jeweiligen Fachbereich und üben ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich aus. Laut derzeit gültiger Geschäftsordnung besteht das Impfgremium aus mindestens 8 ständigen Mitgliedern für die Dauer der Funktionsperiode. Jede Funktionsperiode ist mit drei Jahren begrenzt. Zusätzlich können Expertinnen und Experten für spezielle Fragestellung kooptiert und zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Nationale Impfgremium hat schon bisher in der Coronakrise sehr umsichtig, wissenschaftlich fundiert und wohl überlegt seine Empfehlungen ausgesprochen, die sich teilweise auch von Richtlinien und Meinungen ähnlicher Gremien (anderer Staaten) bewußt unterschieden haben. Nicht zuletzt dieses besonnene Vorgehen unseres NIG hat maßgeblich zum Erfolg unserer Impfkampagne in Niederösterreich beigetragen.