Sekundaertransporte

Inkubator-Transporte

Auf dieser Webseite wollen wir die aktuellen Möglichkeiten der Durchführung von Transporten von Früh-/Neugeborenen mittels Transportinkubator erläutern. Dafür sind folgende aufeinander abgestimmte Komponenten erforderlich:

  • Transportinkubator
  • Geeignetes Transportmittel
  • Medizinische Begleitung

Transportinkubatoren

Transportinkubatoren werden derzeit von den Sekundärnotarztwagen (SNAW) -Stützpunkten St. Georgen und Tulln vorgehalten. Bei Transporten die nicht von diesen Organisationen durchgeführt werden, muss krankenhausseitig ein für das jeweilige Transportmittel geeigneter Transportinkubator zur Verfügung gestellt bzw. organisiert werden.
Transportinkubatoren für Hubschraubertransporte müssen für die Flugrettung zertifiziert und überprüft sein.

Transportmittel

Als Transportmittel kommen Rettungsfahrzeuge oder Hubschrauber zum Einsatz. Ein Transportinkubator muss für das jeweilige Transportmittel geeignete Fahrzeughalterungen und Anschlüsse für Strom und medizinische Gase verfügen. Abgesehen von den eigenen Transportinkubatoren der SNAWs St. Georgen und Tulln, kann die Frage der Kompatibilität nicht pauschal beantwortet werden. Aufgrund der unterschiedlichen technischen Systeme, kann dies möglicherweise erst vor Ort geprüft werden (Zeitfaktor!).

Medizinische Begleitung

Die medizinische Begleitung des Transports wird optimaler Weise durch einen Kinderarzt mit Schwerpunkt Neonatologie und ggf. zusätzlich durch eine Pflegekraft mit Erfahrung in neonatologischer Intensivpflege durchgeführt (AWMF Leitlinie 024-003:Neugeborenen-Transport).

  • Abhängig vom Gesundheitszustand des Kindes, kann nach individueller Entscheidung der Transport durch das ärztliche Personal der SNAW-Stützpunkte St. Georgen, Tulln, Waidhofen/Ybbs und des Intensivtransporthubschraubers begleitet werden.
  • Ärzte anderer SNAW-Stützpunkte, der NEF- und der Notarzthubschrauber-Stützpunkte begleiten grundsätzlich keine Inkubatortransporte.
  • NEO-TEAMS: Unter bestimmten Umständen holen Ärzte und Pflegekräfte einiger Krankenhäuser (St. Pölten, Wr. Neustadt, SMZ Ost Donauspital) Kinder selbst ab, die in ihr eigenes Krankenhaus transportiert werden.
    Die Verfügbarkeit dieser NEO-TEAMS ist direkt abzuklären.

Wird ein Transport nicht durch eine SNAW-Mannschaft durchgeführt, muss die medizinische Begleitung bzw. der Transportinkubator jedenfalls vom anfordernden Krankenhaus organisiert und bereitgestellt werden!

Aus diesen Rahmenbedingungen ergeben sich folgende Varianten:

  • SNAW St. Georgen/SNAW Tulln + eigener Inkubator + eigener Arzt
  • SNAW St. Georgen/SNAW Tulln + eigener Inkubator + Arzt/NeoTeam aus einem Krankenhaus
  • Rettungswagen + geeigneter Inkubator aus einem Krankenhaus + Arzt/NeoTeam aus einem Krankenhaus
  • Hubschrauber + geeigneter Inkubator aus einem Klinikum + Arzt/NeoTeam aus einem Krankenhaus (bzw. in Ausnahmefällen Arzt vom ITH)

WICHTIG:

  • Eine durchgehende bzw. gleichzeitige Verfügbarkeit der einzelnen Varianten ist nicht garantiert!
  • Die Transportmittel werden nicht exklusiv für Inkubatortransporte vorgehalten! Die Verfügbarkeit ist abhängig von der grundsätzlichen Besetzung, laufenden Transporten anderer Patienten und bei Hubschraubern insbesondere von den Wetterverhältnissen und zugelassenen Flugplätzen an den jeweiligen Kliniken.

Inkubatortransporte werden so wie alle übrigen Sekundärtransporte über die Online-Transportanmeldung oder in Ausnahmefällen über die Sekundärtransporthotline 0800-234144 angefordert. Für Rückfragen stehen wir gerne unter info@144.at zur Verfügung.