Testung-Organisatorisches

Niederösterreich testet: Personaleinsatz

Auf dieser Seite finden Sie Antworten zu den aktuell am häufigsten an uns gestellten Fragen im Bereich Personaleinsatz.

Wie viele Personen benötigt man pro Teststraße?

Für die drei unterschiedlichen Arbeitsschritte der unmittelbaren Testabwicklung sind zumindest vier Mitarbeiter erforderlich, davon eine geschulte Fachkraft zur Abnahme der Abstriche. Eine Erläuterung, wie eine Teststraße funktioniert, finden Sie HIER.

Hier sind möglicherweise zusätzlich erforderliche Mitarbeiter für Verkehrs- und Warte-Management, Erfassung von nicht angemeldeten Testpersonen, Mitarbeiter für Ablösen, Arbeitspausen und Logistik nicht eingerechnet.

Wer kümmert sich um das benötigte Personal?

Die Gemeinde organisiert das Personal für ihre Teststraßen selbst im eigenen Bereich. Die Mangelressource dabei werden die „Rachenabstrichnehmer“ auf Station 2 sein, hier bitte gegebenenfalls direkt Kontakt mit der lokalen Rettungsorganisation aufnehmen. Bei allen anderen Positionen sollte es eigentlich keine Probleme geben.

Was müssen die mithelfenden Personen für Qualifikationen haben?

Nur die Mitarbeiter an Station 2 benötigen eine medizinische Fachausbildung, der Rest benötigt keine spezielle Qualifikation.

Welche Schutzausrüstung ist für das Personal vorgesehen?

Sie finden die vorgesehene Schutzausrüstung auf unserer Info-Webseite Personal- und Materialbedarf.

Woher kommt die Schutzausrüstung für die Mitarbeiter?

Diese wird beigestellt und vorab angeliefert.

Sind die mitarbeitenden Personen versichert?

Ja, für die gesamte Aktion „Niederösterreich testet“ wurde mit der NÖ Versicherung eine Haftpflicht- und Unfallversicherung abgeschlossen. Diese Versicherungen umfassen alle Personen, die an „Niederösterreich testet“ freiwillig teilnehmen und keinen anderen Versicherungsschutz genießen. 

Seitens der Gemeinden muss nur dokumentiert werden, welche Personen wann Dienst versehen haben. An die Versicherung müssen keine Daten übermittelt werden, lediglich im Schadensfalle wird die Niederösterreichische Versicherung auf diese Daten zurückgreifen. 

Alle diesbezüglichen Fragen beantwortet Ihnen Ihr Gemeindevertreterverband gerne direkt.

Erhalten die eingesetzten Mitarbeiter eine finanzielle Entschädigung?

Seitens des Bundes werden einerseits die Mehrdienstleistungen der Gemeindebediensteten ersetzt, andererseits werden für Freiwillige € 20 / Stunde für medizinisch geschultes Personal und € 10 / Stunde für sonstige unterstützende Personen geleistet. Die Aufwandsentschädigungen bis zu dieser Höhe sind steuerfrei und unterliegen bis zu einer vom Ministerium (in aktueller Verordnung) festgelegten Höhe im Kalendermonat nicht der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht. 

Da es für die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen mit Sicherheit förderlich ist, dass sie diese Entschädigungen möglichst rasch erhalten, werden die Gemeinden ersucht dabei in Vorleistung zu treten und die Beträge rasch auszubezahlen.

Die Erstattung dieser Vorleistungen wird durch das Gesundheitsministerium über das Land erfolgen. Dafür müssen über die geleisteten Stunden Aufzeichnungen geführt werden. Das ausgefüllte Formular für die Erstattung bitte direkt an post.gs4@noel.gv.at senden.

Alle diesbezüglichen Fragen beantwortet Ihnen Ihr Gemeindevertreterverband gerne direkt.

Werden die mitarbeitenden Personen vorab gestet?

Ja, das mitarbeitende Personal (inkl. Verwaltungspersonal, Freiwillige, etc) wird zu Dienstbeginn getestet. So wird sichergestellt dass kein „Positiver“ arbeitet und weitere Personen infizieren kann.

Personal, das (z.B. aus beruflichen Gründen) regelmäßig getestet wird, muss nicht vorab nochmals extra getestet werden. Es schadet aber natürlich nie …

Muss die Ablesung des Testergebnisses von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden?

Das Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass das Ablesen des Ergebnisses vom Testkit keine medizinische Auswertung bzw. Befundung darstellt, die spezielles medizinisches Fachwissen erfordert. Daher ist dafür auch kein medizinisches Fachpersonal nötig.

Wer darf die Abstrichnahme durchführen?

Gemäß Klarstellung des Gesundheitsministeriums darf die “Gewinnung von Probenmaterial” für die COVID-19-Testungen (Abstrichnahme aus Nase und Rachen) von folgenden Personen bzw. Berufsgruppen durchgeführt werden: 

  • Ärzte/-innen gemäß Ärztegesetz 1998, 
  • Biomedizinische Analytiker/innen gemäß MTD-Gesetz, 
  • Personen, die ein naturwissenschaftliches oder veterinärmedizinisches Studium erfolgreich abgeschlossen haben gemäß Ärztegesetz 1998 bzw. MTD-Gesetz, 
  • Gehobener Dienst für Gesundheits-und Krankenpflege nach ärztlicher Anordnung gemäß GuKG, 
  • Pflegefachassistenz nach ärztlicher Anordnung gemäß GuKG, 
  • Pflegeassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines/einer Arztes/Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits-und Krankenpflegers/-in gemäß GuKG, 
  • Sanitäter/innen gemäß SanG, 
  • Laborassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines/einer Arztes/Ärztin oder eines/einer Biomedizinischen Analytikers/-in gemäß MABG, 
  • Ordinationsassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines Arztes / ei-ner Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits-und Krankenpfleger/in gemäß MABG. 

Klargestellt wurde auch, dass ein Einsatz von nicht mehr im Beruf stehenden Berufsangehörigen (insbesondere pensionierte Berufsangehörige) entsprechend der im 2. und 3. COVID-19-Gesetz geschaffenen Sonderbestimmung des Absehens von der Eintragung in das Gesundheitsberuferegister möglich ist.

Was ist, wenn es zu kurzfristigen personellen Ausfällen kommt?

Den Ausfall von freiwilligen Helfern bitte innerhalb der Gemeinde bzw. im eigenen Bereich kompensieren. Sollte es nicht möglich sein die ausgefallene medizinische Fachkraft zu ersetzen, steht die örtliche Rot-Kreuz oder ASBÖ-Bezirksstelle gerne bereit, hier zu helfen.

Müssen alle Mitarbeiter eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben?

Es ist aus unserer Sicht eigentlich nicht nötig, weil durch die Verwendung von QR-Codes zu keinem Zeitpunkt eine personelle Zuordnung der Testkits zu Personen für die vor Ort tätigen Mitarbeiter möglich ist. Dennoch können Sie zur Absicherung natürlich gerne eine Verschwiegenheitsvereinbarung von allen in den Stationen 1 bis 3 tägigen Personen unterfertigen lassen und bei sich ablegen.