Testung

Niederösterreich testet: Personaleinsatz

Auf dieser Seite finden Sie Antworten zu den aktuell am häufigsten an uns gestellten Fragen im Bereich Personaleinsatz. Alle Informationen zur (ja bereits abgeschlossenen) Personalplanung finden Sie auf der Seite zur Personalplanung.

Können Personen freiwillig mitarbeiten, die in den letzten Monaten positiv getestet wurden?

Die grundlegende Idee des Flächentests ist es, Personen mit einer aktiven COIVD-19 Infektion ohne Symptome zu finden, abzusondern und so Infektionsketten zu unterbrechen. Personen die in der letzten Zeit eine COVID-19 Infektion durchgemacht hatten, haben für zumindest einige Zeit Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Virus. Diese Gruppe der bereits wieder Gesunden ist also nicht die Zielgruppe der Testung, daher ist eine Teilnahme am Flächentest auch nicht sinnvoll.

Daher gibt es folgende Empfehlungen:

Für die zu testende „Normalbevölkerung“: Es ist nicht sinnvoll Personen zu testen, die kürzlich an COVID erkrankt waren. Wir wollen die unbemerkt Infizierten finden, nicht die ohnehin bekannten ehemaligen Erkrankungsfälle. 

Für Mitarbeiter der Teststationen: Es spricht nach durchgemachter Erkrankung und wiederhergestellter Gesundheit nichts gegen eine Mitarbeit an der Testung. Für die „interne“ Testung der Mitarbeiter gilt wiederum, daß der Test für Personen mit kürzlich ausgeheilter Infektion medizinisch nicht sinnvoll ist, aber auf Wunsch des jeweiligen Mitarbeiters natürlich trotzdem durchgeführt werden KANN (z.B. um in der Gruppe der Mitarbeiter keinen Erklärungsbedarf zu haben, warum man selbst nicht getestet wird, etc..) 

Sind die mitarbeitenden Personen versichert?

Ja, für die gesamte Aktion „Niederösterreich testet“ wurde mit der NÖ Versicherung eine Haftpflicht- und Unfallversicherung abgeschlossen. Diese Versicherungen umfassen alle Personen, die an „Niederösterreich testet“ freiwillig teilnehmen und keinen anderen Versicherungsschutz genießen. 

Seitens der Gemeinden muss nur dokumentiert werden, welche Personen wann Dienst versehen haben. An die Versicherung müssen keine Daten übermittelt werden, lediglich im Schadensfalle wird die Niederösterreichische Versicherung auf diese Daten zurückgreifen. 

Alle diesbezüglichen Fragen beantwortet Ihnen Ihr Gemeindevertreterverband gerne direkt.

Erhalten die eingesetzten Mitarbeiter eine finanzielle Entschädigung?

Seitens des Bundes werden einerseits die Mehrdienstleistungen der Gemeindebediensteten ersetzt, andererseits werden für Freiwillige € 20 / Stunde für medizinisch geschultes Personal und € 10 / Stunde für sonstige unterstützende Personen geleistet. Die Aufwandsentschädigungen bis zu dieser Höhe sind steuerfrei und unterliegen bis zu einer vom Ministerium (in aktueller Verordnung) festgelegten Höhe im Kalendermonat nicht der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht. 

Da es für die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen mit Sicherheit förderlich ist, dass sie diese Entschädigungen möglichst rasch erhalten, werden die Gemeinden ersucht dabei in Vorleistung zu treten und die Beträge rasch auszubezahlen.

Die Erstattung dieser Vorleistungen wird durch das Gesundheitsministerium über das Land erfolgen. Dafür müssen über die geleisteten Stunden Aufzeichnungen geführt werden. Das ausgefüllte Formular für die Erstattung bitte direkt an post.gs4@noel.gv.at senden.

Alle diesbezüglichen Fragen beantwortet Ihnen Ihr Gemeindevertreterverband gerne direkt.

Werden die mitarbeitenden Personen vorab gestet?

Ja, das mitarbeitende Personal (inkl. Verwaltungspersonal, Freiwillige, etc) wird spätestens zu Dienstbeginn (mind. 1 Stunde vor dem Testbeginn um 8 Uhr) getestet. So wird sichergestellt dass kein „Positiver“ arbeitet und weitere Personen infizieren kann.

Mitarbeiter die an beiden Tagen mitarbeiten werden nur vor dem ersten Tag ihres Einsatzes getestet, auf Grund der Inkubationszeit ist ein zweiter Test nicht sinnvoll.

Natürlich kann diese „Personaltestung“ auch bereits am Freitag-Nachmittag/Abend im Rahmen eines Testlaufes im Echtsystem stattfinden, das würden wir sogar empfehlen.

Personal, das (z.B. aus beruflichen Gründen) regelmäßig getestet wird, muss nicht vorab nochmals extra getestet werden. Es schadet aber natürlich nie …

Muss die Ablesung des Testergebnisses von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden?

Das Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass das Ablesen des Ergebnisses vom Testkit keine medizinische Auswertung bzw. Befundung darstellt, die spezielles medizinisches Fachwissen erfordert. Daher ist dafür auch kein medizinisches Fachpersonal nötig.

Wer darf die Abstrichnahme durchführen?

Gemäß Klarstellung des Gesundheitsministeriums darf die „Gewinnung von Probenmaterial“ für die COVID-19-Testungen (Abstrichnahme aus Nase und Rachen) von folgenden Personen bzw. Berufsgruppen durchgeführt werden: 

  • Ärzte/-innen gemäß Ärztegesetz 1998, 
  • Biomedizinische Analytiker/innen gemäß MTD-Gesetz, 
  • Personen, die ein naturwissenschaftliches oder veterinärmedizinisches Studium erfolgreich abgeschlossen haben gemäß Ärztegesetz 1998 bzw. MTD-Gesetz, 
  • Gehobener Dienst für Gesundheits-und Krankenpflege nach ärztlicher Anordnung gemäß GuKG, 
  • Pflegefachassistenz nach ärztlicher Anordnung gemäß GuKG, 
  • Pflegeassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines/einer Arztes/Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits-und Krankenpflegers/-in gemäß GuKG, 
  • Sanitäter/innen gemäß SanG, 
  • Laborassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines/einer Arztes/Ärztin oder eines/einer Biomedizinischen Analytikers/-in gemäß MABG, 
  • Ordinationsassistenz nach ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht eines Arztes / ei-ner Ärztin oder eines/einer diplomierten Gesundheits-und Krankenpfleger/in gemäß MABG. 

Klargestellt wurde auch, dass ein Einsatz von nicht mehr im Beruf stehenden Berufsangehörigen (insbesondere pensionierte Berufsangehörige) entsprechend der im 2. und 3. COVID-19-Gesetz geschaffenen Sonderbestimmung des Absehens von der Eintragung in das Gesundheitsberuferegister möglich ist.

Was ist, wenn es zu personellen Ausfällen kommt?

Den Ausfall von freiwilligen Helfern bitte innerhalb der Gemeinde bzw. im eigenen Bereich kompensieren. Sollte es nicht möglich sein die ausgefallene medizinische Fachkraft zu ersetzen, steht die örtliche Rot-Kreuz oder ASBÖ-Bezirksstelle gerne bereit, hier zu helfen.

Müssen alle Mitarbeiter eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben?

Es ist aus unserer Sicht eigentlich nicht nötig, weil durch die Verwendung von QR-Codes zu keinem Zeitpunkt eine personelle Zuordnung der Testkits zu Personen für die vor Ort tätigen Mitarbeiter möglich ist. Dennoch können Sie zur Absicherung natürlich gerne eine Verschwiegenheitsvereinbarung von allen in den Stationen 1 bis 3 tägigen Personen unterfertigen lassen und bei sich ablegen.

Wer organisiert die Verpflegung der Mitarbeiter in den Teststraßen?

Bitte für das „leibliche Wohl“ vor Ort selbst zu sorgen … sowohl organisatorisch (Räumlichkeiten, Pausenplan, etc), als auch kulinarisch.