Auftrag – Aufgaben

Notruf NÖ ist eine der größten Leitstellen im Bereich der Gesundheits- und Notrufdienste. Die Entgegennahme und Disposition von täglich mehreren Tausend Notrufen und Krankentransportanforderungen gehört hier ebenso dazu, wie die Beauskunftung von zahlreichen Hotlines und Informationsdiensten auch für andere.

Seit einigen Jahren sind wir auch für den NÖ-Ärztedienst 141 zuständig. Wir nehmen nicht nur den Notruf 141 entgegen, sondern wir organisieren das Ärzte-Nachtdienstsystem in NÖ komplett, von den Ärztedienstlisten über Organisation der Visiten bis zur Abrechnung mit Ärzten und den Krankenkassen.

Neu seit April 2017 ist auch 1450, Ihre telefonische Gesundheitsberatung

Notruf NÖ betreibt überdies das digitale Alarmierungsnetz Pagernetz und betreibt und organisiert das AKUTteam NÖ zur Unterstützung von Menschen, die von plötzlichen Schicksalsereignissen betroffen sind.

So nebenbei organisieren wir die Online-Dokumentation der Rettungsdienste, betreiben die Bettenansicht der NÖ-Krankenhäuser und die österreichweite Plattform für Defibrillatoren.

Zahlreiche Tätigkeiten also …..

Rechtliche Grundlagen

Hauptaufgaben gemäß dem Gesellschaftserrichtungsvertrag sind die Entgegennahme, Beurteilung, Abarbeitung, Umsetzung und Übergabe von:

  • Krankentransportanforderungen
  • Rettungsdienstanforderungen
  • Notarztanforderungen jeglicher Art
  • Rufhilfeanforderungen (Altennotruf)
  • Anforderungen aus dem Gesundheits- und Sozialdienstbereich
  • Ärztedienstvermittlung
  • Psychosoziale Akuthilfe
  • Errichtung und Betreuung einer Hotline bei Großunfällen und Katastrophen
  • Informationsschiene für die Bevölkerung (Blutspenden, Kurse, …)
  • Beschwerde- und Informationshotlines

Im NÖ Rettungsdienstgesetz 2017 (NÖ RDG) sind unsere Aufgaben im §5 „Leitstelle“ geregelt:

§5 (1) Die Leitstelle hat die technische Infrastruktur und die dazu erforderlichen Personalressourcen bereitzustellen, um den Betrieb zur

  • 1. Entgegennahme,
  • 2. Beurteilung,
  • 3. Übergabe,
  • 4. medizinische Datenerfassung und -speicherung,
  • 5. Dokumentation und
  • 6. Koordinierung

aller im Landesgebiet anfallenden Anforderungen des Rettungs- und Krankentransportdienstes sicherzustellen.

§5 (2) Das Land kann die Leitstelle selbst betreiben. Das Land kann sich zur Erfüllung dieser Aufgaben auch Dritter bedienen, wobei in diesem Fall, sofern die Abgangsdeckung nicht durch Dritte finanziert wird, das Land den Abgang trägt.

§5 (3) Die Betreiberin oder der Betreiber der Leitstelle kann mit anerkannten Rettungsorganisationen (§ 7) einen Dispositionsvertrag abschließen. Der Dispositionsvertrag hat Regelungen über Entgegennahme, Verarbeitung und Weiterleitung sämtlicher auf den dafür vorgesehenen Notrufnummern einlangenden Anrufe, das dafür zu leistende Entgelt, Sorgfalts- und Geheimhaltungspflichten sowie die Geltungsdauer des Vertrages zu enthalten.

§5 (4) Im Einvernehmen mit den Rettungsorganisationen kann die Leitstelle verbindliche Vorgaben zur Alarmierungs- und Ausrückordnung erstellen.

§5 (5) Die Leitstelle kann allen anerkannten Rettungsorganisationen verbindliche Einsatzaufträge im Sinne der Alarmierungs- und Ausrückordnung erteilen.

Im Motivenbericht zum NÖ Rettungsdienstgesetz 2017 (NÖ RDG) findet sich folgende Erläuterung zum §5 „Leitstelle“:

Abs. 1: Eine effiziente Koordination des überregionalen Rettungsdienstes erscheint nur durch die Einrichtung der Leitstelle für die Einsatzkoordination sicher gestellt. Ebenso ist für die Besorgung der Aufgaben der Leitstelle der Einsatz von speziell geschulten Fachkräften unabdingbar. Im Sinne eines modernen und effizienten Rettungssystems ist sicherzustellen, dass das jeweils zweckmäßigste und sparsamste Rettungsmittel eingesetzt wird.

Abs. 2: Derzeit sind die Aufgaben der Leitstelle vom Land an den Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds übertragen. Die Funktion der Leitstelle nimmt für das gesamte Landesgebiet die NOTRUF NÖ GmbH wahr. Durch den Dispostitionsvertrag im Sinne des Abs. 3 werden ausschließlich Aufgaben im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung übertragen.

Abs. 3 und Abs. 4: Die Alarmierungs- und Ausrückungsordnung enthält verbindliche Vorgaben, die sowohl im Anerkennungsbescheid als auch im Vertrag enthalten sein müssen.

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