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Sonderinfektions- und Unterstützungseinheit NÖ

Für Hochinfektionstransporte gibt es in Niederösterreich an vier Standorten spezialisierte und eigens geschulte Rettungsteams der „Sonderinfektions- und Unterstützungseinheit NÖ (SIUE-NÖ)“, und zwar beim

  • ASBö St.Georgen
  • Rotes Kreuz Bruck
  • Rotes Kreuz Horn
  • Rotes Kreuz Korneuburg

Das Land Niederösterreich unterstützt diesen Einrichtungen bei der Anschaffung von Materialien und auch bei Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Alarmiert werden diese Einheiten durch 144 Notruf Niederösterreich.

Wann wird die SIUE-NÖ alarmiert?

Folgende Erkrankungen sind laut Landessanitätsdirektion Niederösterreich als hochkontagiös und lebensbedrohlich eingestuft:

  • Hämorrhagische Fieber (Ebola, Marburg-Virus, Lassa-Fieber, Krim-Kongo-Fieber, Rifftal-Fieber) 
  • Pocken (Humane Pocken, Affenpocken) 
  • Lungen-Milzbrand
  • Lungenpest (nicht Beulenpest)
  • MERS (Middle East respiratory syndrome coronavirus)
  • SARS (severe acute respiratory syndrome)

Ein Verdachtsfall besteht bei Kontakt mit bestätigten Erkrankten bzw. Erregern UND dem Vorhandensein von (unspezifischen) Symptomen.

Alle sonstigen, hier nicht aufgeführten Infektionskrankheiten werden entsprechend den Regelungen und Sicherheitsmaßnahmen eines Infektionstransports der Rettungsorganisationen durch den Regelrettungsdienst versorgt und transportiert. 

Wie ist der Alarmierungsablauf bei Hochinfektionstransporten?

Beim Auftreten eines Verdachtsfalles wird durch 144 Notruf NÖ der Amtsarzt alarmiert. Durch den Amtsarzt wird Kontakt mit dem Rettungsdienst vor Ort aufgenommen, die Verdachtsdiagnose verifiziert und das weitere Vorgehen festgelegt.

Bei weiter aufrechter Verdachtsdiagnose wird der Patient in der Regel durch die SIUE-NÖ transportiert, die durch Notruf NÖ alarmiert wird.