LeoDok

LeoDok für Sanitäter


LeoDok für Sanitäter läuft auf den freigeschalteten Fahrzeug-iPads und kann auch auf den persönlichen Smartphones aus ESAPP heraus gestartet werden, analog der Transportdoku.

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Grundsätzliches, ein paar inhaltliche Infos:

  • LeoDok für Sanitäter ist nach dem international gebräuchlichen SSS-ABCDE-Schema aufgebaut und kann im Sinne einer Checkliste die Sanitäter auch während einer Patientenbeurteilung gut unterstützen.
  • Der Aufbau ist in Reitern/Kategorien, jeweils mit Blöcken von Fragen und dazu passenden Antwortmöglichkeiten ….
  • Gespeichert wird (bis auf die Messwerte) automatisch. Sobald ein Feld „grün“ wird, wurde es im Hintergrund bereits gespeichert. Bleibt ein Feld rot und es erscheint „NICHT GESPEICHERT“ (z.B. bei Internet/Netzproblemen), dann gibt es auch den „SPEICHERN“-Button, der erst dann verschwindet, wenn erfolgreich gespeichert wurde.
  • Man muss nicht genau auf eine Checkbox oder Auswahl klicken, es reicht auch auf den Text zu touchen.
  • Bestimmte Auswahlmöglichkeiten lösen wieder bestimmte Aktionen aus, sie erweitern Antwortmöglichkeiten oder schränken diese oder komplette Frageblöcke ein.
  • Bestimmte Felder spiegeln sich, weil sie inhaltlich gleich sind.
  • Es gibt SONDERPROTOKOLLE, das sind spezielle Kategorien, die sich automatisch freischalten oder manuell angelegt werden können. Zum Beispiel löst eine „neu aufgetretene Sprachstörung“ das Stroke-Protokoll aus…. etc.
  • Es gibt eine Pflichtfeldlogik für Felder die unbedingt auszufüllen sind

Signierung und Zugriff

  • Jede Doku muss am Ende pro Einsatz signiert und abgeschlossen werden. Das passiert auf einem iPad per Token an den Anforderer (ESAPP-Notification), auf ESAPP-Personal einfach durch zweimaliges Bestätigen.
  • Sanitäter haben via Webansicht die Möglichkeit vergangene Einsatzdokumentationen aufzurufen, ebenso steht diese Möglichkeit ausgewählten Personen der Dienststellenleitung sowie der Landesverbände zur Verfügung.

Fragen und Antworten zu LeoDok findet man in unserem Supportportal


Kurzanleitung

Grundsätzliches

LEODOK-Sanitäterdoku_01-2516110033-1539582832868.jpgDurch Auswahl des jeweiligen Einsatzes erfolgt die Abfrage der auf das Fahrzeug angemeldeten Mannschaft. Hier kann die gelistete Mannschaft bestätigt oder korrigiert werden.

LEODOK-Sanitäterdoku_02-217160555-1539585860667.jpgHandelt es sich bei dem Event um einen Rettungseinsatz, so steht neben dem grünen Feld „Transportdoku“ nun auch ein gelbes Feld „Sanitäterdoku“ zur Verfügung.

Bei Krankentransporten wird eine Sanitäterdokumentation nicht automatisch angelegt, kann aber bei Bedarf – wenn Sanitätshilfemaßnahmen gesetzt wurden oder eine Dokumentation aus anderen Gründen erforderlich wird – aufgerufen werden. Jeder Krankentransport lässt sich ohne das Ausfüllen einer Sanitäterdoku abschließen, während bei einem Rettungseinsatz eine Dokumentation zwingend erforderlich ist.

Leodok n3 LeoDok n4Durch Auswählen eines Einsatzes besteht auch die Möglichkeit sich eine weitere Einsatznummer zur Dokumentation von mehreren Patienten selbst zu vergeben.

Einstieg

LEODOK Sanitäterdoku_03Der Reiter „Einstieg“ ermöglicht die Dokumentation der vorgefundenen Szene, also dem Notfallort, sowie eventuell bestehenden Gefahren{-zonen). Ein Klicken auf die entsprechenden Felder färbt diese blau ein und signalisiert damit die getätigte Auswahl. Zudem steht ein Freitextfeld für bis zu 2.000 Wörter für persönliche Bemerkungen zur Verfügung. Alle ausgewählten Buttons und befüllten Freitextfelder werden am Ende der Dokumentation zusammengefasst dargestellt. Nicht ausgewählte bzw. nicht befüllte Felder werden in der späteren Zusammenfassung nicht dargestellt. Beim Treffen einer Auswahl öffnet sich ggf. ein Untermenü und ermöglicht damit weitere Auswahlmöglichkeiten und eine detaillierte Dokumentation.

ABCDE

LEODOK-Sanitäterdoku_04-3851566686-1539582451400.jpgDie Oberfläche „ABCDE“ dient der Dokumentation einer durchgeführten Erstbeurteilung des Patienten. Auch hier gilt, dass die Auswahl von zutreffenden Kriterien bzw. das Setzen von Häkchen entweder nicht erforderliche Menüpunkte schließt oder aber detailliertere Auswahlkriterien öffnet.

Sampler

Die Oberfläche mit der Betitelung „SAMPLER“ dient der strukturierten Anamneseerhebung und bietet auch hier wieder zahlreiche Zusatzfelder zur detaillierten Patientendokumentation.

Messwerte

LEODOK-Sanitäterdoku_10-4226075398-1539582563490.jpgDie erhobenen Messwerte könen mit Uhrzeit oder anderen individuellen Bemerkungen gespeichert werden, wobei bis zu 10 Messungen dokumentierbar sind. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Eingabe:

  • Zahlenwerte oder Text per Tastatur in die weissen Felder tippen
  • Schieberegler entsprechend bewegen
  • Voreingestellte Normwerte mit Drücken auf + oder – verändern

LEODOK-Sanitäterdoku_11-2363751312-1539582394244.jpgAnders als bei den übrigen Oberflächen erfolgt bei der Dokumentation der Messwerte keine automatische Speicherung. Nach Eingabe der erhobenen Zahlenwerte {oder auch Texte wie z.B.: BZ low, nicht messbar, normfrequent u.ä.) muss der Messwerteblock gespeichert werden. Nach dem Speichern stehen die Messwerte in einer Verlaufsdarstellung zur Verfügung.

Techniken

Die Oberfläche „Techniken“ ermöglicht die Dokumentation angewandter Rettungs- und Lagerungstechniken sowie von durchgeführten lmmobilisationsmaßnahmen und erweiterten Maßnahmen. Eine Unterscheidung welche Sanitäter der Fahrzeugbesatzung eine Maßnahme durchgeführt hat, ist nicht vorgesehen – es gilt alle im Zusammenhang mit dem Patienten gesetzten Maßnahmen zu dokumentieren.

AML+NK

LEODOK Sanitäterdoku_13Die Oberfläche „AML + NK“ dient Notfallsanitätern {NFS) sowie Notfallsanitätern mit allgemeiner Notfallkompetenz {NKA, NKV) der Dokumentation verabreichter Arzneimitteln der Arzneimittellisten 1 und 2. Die gelisteten Arzneimittel sind alphabetisch nach dem Wirkstoff sortiert und entsprechend den aktuellen durch die ärztlichen Leiter der Organisationen {ASBÖ, RK, ..) freigegebenen Arzneimittellisten. Zudem werden hier durchgeführte Venenpunktionen dokumentiert. LEODOK-Sanitäterdoku_14-4236840735-1539582621383.jpgDie Anzahl der Punktionsversuche ist auf drei beschränkt. Die erfolgte Punktion ist zudem einem Sanitäter (NKV) namentlich zuzuordnen.

Verlauf / Übergabe

Der Reiter „Verlauf/ Übergabe“ bietet die Möglichkeit den Verlauf des Einsatzes zu beschreiben. Ebenso kann hier rückgemeldet werden, ob die Alarmierung dem vorgefundenen Notfallbild entsprochen hat oder nicht.
Vom Patienten übernommene (Wert-)Gegenstände sollten hier erfasst werden, um die Übergabe dieser entsprechend dokumentiert zu haben. Für Rückfragen seitens des Krankenhauspersonals besteht zudem die Möglichkeit der Notiz von Kontaktpersonen.

Abschluss

LEODOK-Sanitäterdoku_21-2815338579-1573024136361Am Ende der LEODOK Sanitäterdokumentation muss diese mittels Signatur durch einen Sanitäter abgeschlossen werden. Dadurch verändert sich der Status und eine nachträgliche Veränderung des Protokolls ist nicht mehr möglich. Alle Sanitäter, welche zum Zeitpunkt des Einsatzes auf das jeweilige Rettungsmittel gebucht waren, haben jedoch auch nach Abschluss der Dokumentation die Möglichkeit Nachträge in Form eines Freitextes zu erstellen. Diese Nachträge werden mit Zeitstempel und Name des Sanitäters gespeichert.

Das Gesamtprotokoll wird als Zusammenfassung aller ausgewählter und befüllter Felder dargestellt. Diese Darstellung kann auch via Token durch das Krankenhauspersonal eingesehen werden. Diese Einsicht ist via Token auch vor Abschluss des Protokolls möglich, daher dient die Statusanzeige der Rechtssicherheit bei nicht abgeschlossenen Protokollen.


Sonderprotokolle

Stroke

LEODOK-Sanitäterdoku_17-1702911653-1539582663628.jpgDas Sonderprotokoll „Stroke“ dient der strukturierten Einschätzung potentieller Schlaganfallpatienten nach dem APSS-Score {Austrian Prehospital Stroke Scale). Diese Einschätzung wurde speziell in Zusammenarbeit des NÖGUS mit den NÖ Landeskliniken und den Rettungsorganisationen entworfen und muss zwingend beim Transport von Schlaganfallpatienten ausgefüllt und mittels TOKEN an das Krankenhauspersonal übergeben werden.

Trauma

Das Sonderprotokoll „Trauma“ dient der detaillierten Dokumentation von Verletzungsmustern. Eine grafische Darstellung verletzter Körperstellen ist bereits in Planung und soll die detaillierte Auflistung der Körperstellen ablösen.

CPR

Das Sonderprotokoll „CPR“ soll im Reanimationsfall den Verlauf der Reanimation wiedergeben und wichtige Daten für die innerklinische Weiterversorgung beinhalten.


Besondere Funktionen

Ambulante Versorgungen dokumentieren

LeoDok n1 LeoDok n2In der Eventübersicht kann man mittels dem „PLUS“ (rechts oben) eine ambulante Nachverbuchung anfordern.  Dadurch generiert und alarmiert sich automatisch ein Event mit dem Stichwort „NVA-Patient“ („durch APP nachverbuchter Patient“). Nach Eintragen der Mannschaft kann man ähnlich einem RD-Einsatz  auch eine SanDok ausfüllen.

So kann man bei Veranstaltungen, kleinen bis mittleren Ambulanzdiensten einfache Patientenkontakte und Versorgungen selbst dokumentieren.

Anlegen von TESTs zu Übungszwecken

Zum Zwecke der Schulung oder Demonstration kann man in der Eventübersicht mittels „PLUS“ (rechts oben) selbst einen TEST-Event anlegen. Dieser verhält sich dann in etwa wie ein KT-Event, ein manuelles Hinzufügen einer SanDok ist natürlich möglich.


In Entwicklung: LeoDok für First Responder

Wird ident mit LeoDok für Sanitäter sein … es gibt aber noch technische Anpassungen im Zusammenwirken mit ESAPP zu erledigen … geplant Q1/2020


In Entwicklung: Patientenübergabe

Im Zuge eines Pilotprojektes im Landesklinikum Hainburg läuft derzeit gemeinsam mit dem Roten Kreuz die Entwicklung und Testung eines speziellen LeoDok-Bereiches für eine strukturierte Patientenübergabe.

LeoDok PatUebergabe


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