Funk - TETRA

TETRA-Funksprechordnung

Die Funksprechordnung gilt für alle TETRA-Gruppen von Notruf NÖ und für alle von Notruf NÖ aufgeschalteten bzw. überwachten Gruppen.

Verschwiegenheit

Werden beim Funkbetrieb Nachrichten empfangen, die nicht für die eigene Funkstelle bestimmt sind, so darf der Inhalt der Nachrichten sowie die Tatsache ihres Empfanges weder aufgezeich­net noch für irgendwelche Zwecke verwendet werden. Die Pflicht zur Verschwiegenheit besteht auch nach dem Ausscheiden aus der jeweiligen Organisationunverändert fort.

Es ist nach Tunlichkeit darauf zu achten, dass keine betriebsfremden Personen Funkgespräche mithören.

Verbote:

  • Das Verbot, private Nachrichten durchzugeben
  • Das Verbot, die Gegenstelle unbegründet zu rufen

Sprachregeln

  • Vorheriges kurzes Überlegen der zu übermittelnden Nachricht macht eine sinnvollere Kommunikation möglich. Zusätzlich ist bei einem digitalen System kurz zu warten, bis das Gerät nach dem Drücken der Sprechtaste den Verbindungsaufbau durchführt (< 1 sec.). Daher: DENKEN – DRÜCKEN – SCHLUCKEN – SPRECHEN
  • Auf die Auswahl der richtigen Gesprächsgruppe(n) ist zu achten!
  • Es wird ausschließlich die Ansprache des anderen Gesprächspartners PER SIE verwendet.
  • Die Sprechgeschwindigkeit ist gegenüber eines „normalen“ Gesprächs zu verlangsamen oder entsprechend anzupassen.
  • Kurze, einfach verständliche Sätze bilden.
  • Bei längeren Nachrichten eine kurze Pause (durch Loslassen der PTT-Taste) machen, um anderen Teilnehmern bei Gefahr in Verzug die Möglichkeit zu geben, eine Nachricht abzusetzen.

Standardisierte Redewendungen

  • Offener Ruf: 69-9 von LEO kommen
  • Aufforderung zur Antwort: 69-9 kommen
  • Beenden des Gesprächs: LEO ENDE
  • Falsche Information angekommen: Falsch verstanden, ich wiederhole ….
  • Sprecher hat sich geirrt oder versprochen: Ich berichtige: ….
  • Sicherstellen des Verständnis: Ich wiederhole: …. LEO verstanden! ….. Wiederholen, kommen!
  • Aufforderung später zu kommunizieren: 69-9 warten

Ablauf Funkgespräch

Primär wird von beiden Gesprächspartner ein offener Ruf verwendet. Wenn auf zweimaligen Rufen sich die Gegenseite nicht meldet dann gibt es folgende Möglichkeit:

  • Leitstelle: Nachricht auf alle Erreichbarkeiten der Ressource (Pager, SDS,
    SMS)
  • Rettungsdienst: Sprechtaste (je nach Organisation unterschiedlich definiert) bewirkt beim zuständigen Disponenten eine entsprechende Nachricht.

Funkrufnamen

Leitstelle NOTRUF NÖ:

„LEO“ als Funkrufname für die Rettungsleitstelle in NÖ zu verwenden hat den
Hintergrund, dass im eingespielten Funkverkehr es oft mühsam und langwierig ist, den langen offiziellen Funkrufnamen „Rettungsleitstelle Niederösterreich“ zu verwenden, daher gilt für die Leitstelle der Funkrufname „LEO“.

Die Leitstelle kann damit kurz und bündig angesprochen werden. und der
Funkrufname „LEO“ ist österreichweit eindeutig und bedarf egal auf welcher TETRA
Sprechgruppe keiner Abänderung (Rettungs…. / …NÖ, usw.).

Der Name „LEO“ hat übrigens zwei Abstammungen:

    1. Als zuständige Rettungsleitstelle für gesamt Niederösterreich ist LEO die
      Kurzform des NÖ Landespatrons dem Hl. Leopold.
    2. LEO, der Hase aus Niederösterreich ist ein „Maskottchen“ des Landes NÖ

BKTW / KTW / RTW

Die Zahlen der Funkkennung werden verwendet: zB 67-332 (sprich: „67-332“).

Die Funkkennung ist im Funkgespräch gesamt zu benennen (also Bezirks- und Fahrzeugkennung). Führende Nullen sind dabei nicht zu sprechen.

    • Beispiel 67/401: Siebenundsechzig – Vierhunderteins
    • Beispiel 75/016: Fünfundsiebzig – Sechzehn
    • Beispiel 61/002: Einundsechzig – Zwo
    • Beispiel 52/041: Zweiundfünfzig – Einundvierzig

Sollte es nur einen RTW auf einer Rettungswache (im Dienst) geben, dann kann dieser mit Fahrzeugtyp und dem Ortsnamen der Stationierungswache angesprochen werden (zB „RTW Eichgraben“, „RTW Groß Enzersdorf“, …).

NEF / SNAW / BIT

Werden mit der Abkürzung der taktischen Verwendung und dem Stationierungsort (Ortsname, keine Regionsbezeichnungen oder Kunstwörter) angesprochen. Beispiele: NEF Horn, NEF Groß Enzersdorf, SNAW Baden, usw.

NAH / ITH

Werden mit dem jeweiligen Eigennamen angesprochen. Beispiele: Christophorus 2, ITH 1, usw.

Sonderfahrzeuge

Analog zu den Notarztrettungsmitteln, werden diese auch nur mehr mit der
Abkürzung der taktischen Verwendung und Name der Stationierungswache oder dem
Eigennamen angesprochen. Beispiele: NGW Baden, Kommando Wiener Neustadt, BEL Scheibbs, …

Personen mit Sonderfunktionen

Von den Organisationen teilweise definiert

Um Leitende Notärzte(LNA)  am Funk rasch zu erkennen, haben alle LNAs den Funkrufnamen „Lukas“. Jeder LNA hat einen individuellen Funkrufnamen, bestehend aus „LUKAS“ und einer laufenden Nummer – z.B. „LUKAS 3“

Statusmeldungen

Alle Infos und Regelungen zu den Statusmeldungen findet man HIER

Gruppenverwendung

Alle Infos und Regelungen zur Gruppenverwendung findet man HIER