Funk - TETRA Grosseinsatz

TETRA-Gesprächsgruppen

Eine Gesprächsgruppe im digitalen TETRA-Funksystem entspricht einem Kanal in einem analogen Funksystem.

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Wie lautet der Rufname der Leitstelle?

Der Rufname der Leitstelle ist “LEO”. Natürlich reagiert die Leitstelle auch auf “Rettungsleitstelle Niederösterreich” oder Kurzformen wie zum Beispiel “Leitstelle”, “Niederösterreich” oder “Rettungsleitstelle”. Am besten aber sie sprechen die Leitstelle mit “LEO” an.

Welche Funkgruppen werden wo verwendet?

Die reguläre Sprechgruppe des Burgenlandes ist “RK-BGL-RLS“, diese ist bei allen Einsätzen im Burgenland zu verwenden.

Im Regelbetrieb des Rettungsdienstes werden die Gruppen NNÖ-01 bis NNÖ-06 für die Abwicklung verwendet. In der ESAPP-Alarmierung wird die zu verwendende Gruppe angezeigt.

Je nach Einsatzort in Oberösterreich wird die Sprechgruppe der Leitstelle Steyr “RK-OOE-LS-SR” oder jene der Leitstelle Linz “RK-OOE-LS-L” verwendet.

Die möglichen Sprechgruppen im steirischen Grenzgebiet zu NÖ sind je nach Einsatzort:

  • “RD-STM-02” (Bruck-Mürzzuschlag)
  • “RD-STM-04” (Liezen)
  • “RD-STM-06” (Hartberg-Fürstenfeld-Weiz)

Es gibt auch eine spezielle Notarztsprechgruppe “RD-STM-09”

Auf der TETRA-Gruppe „RDBRWSPRG1“ ist die Kommunikation bei Einsätzen im Auftrag der Berufsrettung Wien – MA 70 im Wiener Stadtgebiet sichergestellt. Diese Sprechgruppe darf nur dann verwendet werden, wenn Einsätze im Auftrag der MA 70 durchgeführt werden.

Für die sonstige Kontaktaufnahme mit der Leitstelle der MA 70 (z.B. Fahrzeug aus NÖ kommt zu einem medizinischen Notfall im Wiener Stadtgebiet), ist die Notfallsprechgruppe „RD-AUSTRIA“ zu verwenden, die ebenfalls von der MA 70 überwacht wird. Der Einfachheit halber kann so ein Ereignis natürlich auch dem “normalen” LEO-Disponenten mitgeteilt werden, der es dann an die MA70 übermittelt.

Wir wickeln unseren Funkverkehr bei Alpineinsätzen, d.h. mit der Bergrettung vor allem auf der Gruppe BOS-NOE-18 ab. Benötigt die Bergrettung im Rahmen eines Bergrettungseinsatzes weitere „externe” Rettungsmittel (RTW/NEF/NAH), dann kann es durchaus nötig sein, dass diese Rettungsmittel ebenfalls auf die Gruppe BOS-NOE-18 umschalten (nur auf Anweisung der Leitstelle).

Die Sprechgruppe BOS-NOE-18 ermöglicht die organisationsübergreifende Kommunikation mit allen möglichen bei einem Alpineinsatz beteiligten Einsatzorganisationen. Die Bergrettung, die Alpin- und Flugpolizei, die Christophorus Flugrettung, aber auch der bodengebundene Rettungsdienst kann auf dieser Sprechgruppe miteinander direkt kommunizieren.
 
Sollte es zu einem mehreren gleichzeitig laufenden Alpineinsätzen kommen, steht bei Bedarf die Sprechgruppe BOS-NÖ-06 als Ausweichgruppe zur Verfügung, die entsprechend parallel verwendet werden kann.


Die TETRA-Sprechgruppen NOTRUFNOE09 und NOTRUFNOE10 sind für die Verwendung bei Großereignissen designiert. Die Einsatzteams können also erwarten, dass bei Bedarf von der Leitstelle ein Umschalten auf diese Sprechgruppen angeordnet wird, wenn größere Ereignisse dies notwendig machen (Großunfälle, längere dauernde Ereignisse, etc). Damit ist sichergestellt, dass der Regelbetrieb einer Region nicht durch den Großeinsatz beeinträchtigt wird.

Auf der Hinfahrt zu einem Schadensort fährt man ganz normal auf der Gruppe, die in der Alarmierungsnachricht steht (wie bei jedem anderen Einsatz). Erst und nur auf Anweisung der Leitstelle erfolgt ein Umschalten auf jene Gruppe, die am Schadensort verwendet wird (das wird vermutlich NOTRUFNOE09 oder NOTRUFNOE10 sein) Beim Verlassen des Schadensortes schaltet man wieder auf die ursprüngliche lokale Gruppe zurück.

Für Übungen, an denen die Leitstelle teilnehmen soll oder aber auch an denen die Leitstelle nicht beteiligt ist, ist grundsätzlich die Sprechgruppe NOTRUFNOE13 vorgesehen.

Wenn Sie diese Gruppe auch für kleinere Übungen in ihrem Bereich verwenden wollen, tun sie das einfach, eine Freigabe dazu ist nicht erforderlich.

Die Pistenrettung verwendet während der Schisaison die Gruppe NOTRUFNOE14

Wir wickeln unseren Funkverkehr bei Personensucheinsätzen auf NOTRUFNOE19 (Sprechgruppe für Personensuche) ab.

Details dazu gibt es HIER

Wer legt fest auf welcher Gruppe gefunkt wird?

Alleine die Leitstelle. Je nach Auslastung und Dispolage werden unterschiedlich viele Gruppen betrieben bzw. überwacht. Wo auch immer der Notfall ist und welche Einsatzmittel auch immer zu diesem Ort berufen werden, alle Einsatzmittel werden von der Leitstelle auf der für diesen Einsatz zugewiesenen Sprechgruppe koordiniert und disponiert.

Im Normalfall wird immer auf jener Sprechgruppe gefunkt, die von der einsatzführenden Leitstelle örtlich für den Einsatzort vorgesehen ist.

Welche Gruppen werden von Notruf NÖ permanent überwacht?

Wir überwachen zumindest die TETRA-Gruppen

  • NOTRUFNOE
  • NOTRUFNOE01 bis NOTRUFNOE06
  • NOTRUFNOE14 und NOTRUFNOE15
  • NOTRUFNOECFV
  • HS-OST
  • BOS-NÖ
  • RD-AUSTRIA

Man braucht da keine ISSI zu wählen, einen Sprechwunsch zu drücken, Status zu geben oder ähnliches … einfach nur offen auf diesen Gruppen mit uns sprechen!

Wird der TETRA-Funk aufgezeichnet?

Ja, es wir mit unserer FUNK-Langzeitdoku der gesamte TETRA-Sprechverkehr (Digitalfunk) auf unseren Gruppen (all jenen, die aktuell bei uns aktiv aufgeschaltet sind) aufgezeichnet und archiviert. Gespeichert bleiben die Gesprächsdaten für zumindest fünf Jahre.

Wir empfehlen allen Teams daher dringend, die gesamte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen (vor allem auch Stornos) ausschließlich über den TETRA-Digitalfunk abzuwickeln, damit sichergestellt ist, dass dies auch wirklich aufgezeichnet wird. Nur so ist gesichert, dass bei Problemfällen zum Schutz des am Einsatz beteiligten Personals alle nötigen Informationen lückenlos dokumentiert sind. 

Gibt es eine Funksprechordnung?

Ja, die Funksprechordnung findet man HIER