ACN

Fragen & Antworten zu ACN

Welche Ausbildung haben die eingesetzten ACNs?

Erfahrene diplomierte Pflegepersonen mit der höchstmöglichen Ausbildung im Rettungsdienst bilden eine neuartige Kombination um optimal auf die Bedürfnisse von Hilfsbedürftigen zu reagieren. Unsere ACN-Teammitglieder sind alle “diplomiert” und zumindest Notfallsanitäter NKV.

Alle eingesetzten ACNs verfügen über langjährige Erfahrung im Rettungsdienst und sind bzw. waren ehrenamtlich oder hauptberuflich im Rettungsdienst tätig, die meisten davon in NÖ.

Da die Grenze zwischen Akutversorgung und Notfalleinsatz oft verlaufend ist, sind genau diese Expertinnen und Experten optimal dafür gerüstet um diesen Aufgabenbereich zu unterstützen.

Siehe auch:

Kommt es zu gemeinsamen Einsätzen mit KTW/RTW/… ?

Ja, natürlich kommt es zu Überschneidungen und zur Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Gemeinsam kann so hier eine Verbesserung in der Versorgung erreicht werden. Aufgaben, Ziele und Nicht-Ziele sind auf einer eigenen Projekt-Webseite ersichtlich.

Mit welchem Fahrzeug rückt die ACN aus?

ACNs rücken als Single-Responder aus, d.h. eine Person mit einem Fahrzeug. Es können zu Schulungszwecken auch zwei ACN mit dem Fahrzeug gemeinsam ausrücken.

Wir haben vom Roten Kreuz NÖ einen VW Touareg erworben, der bereits entsprechend ausgestattet war (ehemaliges NEF-Testfahrzeug) und nur wenig verändert und neu beklebt werden musste. Wichtig waren uns beim Design dabei Sicherheitsaspekte und die Unverwechselbarkeit.

Welche Uniformen tragen die ACN?

Die Einsatzbekleidung der ACN ist in den traditionellen Farben des Landes NÖ und nach den gültigen Sicherheitsstandards gestaltet.

Wie ist die ACN im Einsatzfall für andere Ressourcen erreichbar?

via TETRA-Digitalfunk

  • Nach Alarmierung ist die ACN auf der örtlichen NNÖ-Sprechgruppe erreichbar
  • Funkrufname „ACN Bruck“
  • Funkkennung 80/530

via Telefon

  • Im Status Alarmiert: via ESAPP
  • Im Status Wache: über die Leitstelle

Wie erfolgt die Alarmierung?

Die Alarmierung der ACN erfolgt durch bzw. über 144 Notruf NÖ analog der Alarmierung aller anderen Rettungsmittel (via Pager, ESAPP, …)

Wie erfolgt die Dokumentation und die Qualitätssicherung?

Die Dokumentation erfolgt wie im Rettungsdienst üblich über unser LeoDok-System, in einem eigenen LeoDok-ACN-Modul. Das gesamte Projekt unterliegt einem engmaschigen QM durch Notruf NÖ und wird unter anderem durch die Gesundheit Österreich GmbH im Auftrag des NÖGUS evaluiert werden.

Derzeit bestehen folgende Möglichkeiten wie es zu einem „ACN Event“ kommen kann

Community Nursing

  • Pflegevisiten nach telefonischen Vortriage durch ECNS (1450/141/..)
  • Direktanforderungen durch Arzt/Versorgungseinrichtungen (Fachpersonal)

Rettungsdienst

  • RD Event mit ACN gemäß AAO nach AMPDS Abfrage
  • Indikationsstellung durch ECN nach LOWCODE Abfrage
  • Nachforderungen durch RD / Notarzt
    • Probleme mit Sonden, Kathetern, Kanülen, etc. die aufgrund des Zustandes keine sofortige Hospitalisierung benötigen
    • Patienten mit akuter Pflegebedürftigkeit ohne Versorgungsmöglichkeit, plötzlicher Ausfall pflegender Angehöriger oder 24h Betreuung
    • Patienten in Palliativbetreuung oder im Sterbeprozess
    • Patienten mit vitaler Bedrohung oder Schmerzen, wenn die Eintreffzeit kürzer als ein Notarztmittel ist

Weitere Möglichkeiten werden sich im Laufe des Projekts entwickeln.

Kann man als KTW/RTW/… eine ACN auch nachfordern?

Ja, das ist selbstverständlich möglich.